Klimaschutz beginnt im Kleinen – und Schulen haben großes Potenzial. Für Schulleitungen bedeutet das: Sie können mit klaren Signalen und einfachen Maßnahmen den Wandel anstoßen – und dabei nicht nur Ressourcen schonen, sondern auch das Schulbudget entlasten. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie als Leitungsperson erste Schritte wirksam und niederschwellig in Ihrer Schule umsetzen – ohne große Investitionen, aber mit sichtbarer Wirkung.

 

Warum Energiesparen auch an Ihrer Schule wichtig ist

Ob Gebäudebetrieb, Technikausstattung oder Verhaltensroutinen – in vielen Bereichen haben Schulen einen hohen Energieverbrauch. Schulleitungen haben dabei eine zentrale Steuerungsfunktion:

  • Sie setzen Prioritäten im Schulentwicklungsprozess
  • Sie schaffen Strukturen zur Umsetzung von Nachhaltigkeit (z. B. durch Projektgruppen, AGs, Steuergruppen)
  • Sie binden das Kollegium aktiv ein

Klimaschutz wird zum Schulprofil, wenn Führung vorangeht.

Sofort umsetzbare Energiesparmaßnahmen
Die folgenden Maßnahmen erfordern kein großes Budget, lassen sich schnell umsetzen – und können spürbare Wirkung zeigen. Die Schulleitung nimmt dabei eine koordinierende Rolle ein.

  • Licht gezielt nutzen
    • Tageslicht optimal einbinden
    • LED statt Glühbirne – ggf. Fördermittel prüfen
    • Bewegungssensoren in wenig genutzten Räumen
  • Heizung effizient steuern
    • Raumtemperatur auf max. 20–22 °C begrenzen
    • Thermostate digital nachrüsten
    • Heizkörper freihalten (Tische, Vorhänge)
  • Technik bewusst einsetzen
    • Geräte nach Unterricht ausschalten (kein Standby)
    • Eco-Modus bei Smartboards, Beamern etc. aktivieren
    • Drucker in Bereitschaft nur bei Bedarf nutzen
  • Wasserverbrauch reduzieren
    • Perlatoren an Wasserhähnen
    • Warmwasser nur dort, wo nötig
    • Undichte Armaturen sofort reparieren lassen
  • Bewusstsein schaffen
    • Energiespar-Aktionstage oder Projektwochen
    • Schulweite Wettbewerbe (z. B. „Klimaklasse des Monats“)
    • Messaktionen durch Schulklassen (z. B. Raumtemperatur, Luftqualität)

 

Einstieg mit System: CO₂-Bilanz und Energieberatung

Bevor Sie Maßnahmen umsetzen, lohnt ein Blick auf den IST-Zustand:

  • Energieberatung nutzen: Viele Kommunen bieten kostenfreie Beratungen an – etwa über lokale Klimaschutzstellen oder Energieagenturen. Dort erhalten Sie konkrete Vorschläge für Ihre Schulimmobilie.
  • CO₂-Bilanz erstellen: Lassen Sie den Energieverbrauch erfassen (Heizung, Strom, Warmwasser). Diese Daten helfen, gezielt zu handeln und Einsparpotenziale sichtbar zu machen.
  • Einbindung fördern: Beziehen Sie Hausmeister, Sekretariat und Reinigungspersonal ein – sie kennen die Abläufe im Alltag und können praxisnah unterstützen.

Nutzen Sie z. B. die Daten der letzten Heizperiode als Gesprächseinstieg in der Steuergruppe.

Energiesparen als Teil der Schulkultur