Einführung in das Nachhaltigkeitsmanagement

Für ein nachhaltiges Management gibt es diverse Vorgehensweisen. In jedem Fall lohnt es sich auf bereits vorhandene Leitfäden, Konzepte und Systeme zurückzugreifen. Niemand muss das Rad neu erfinden. Nachhaltigkeit bedeutet nicht automatisch Verzicht und gleichzeitig sind nicht immer zwingend große Innovationen gefragt. Oft können auch durch Einsparungen Prozesse optimiert und somit zukunftsfähig gestaltet werden.

Was bedeutet nachhaltiges Management?
Maßgeblich entscheidend ist es zu verstehen, dass Nachhaltigkeit kein Zustand ist, der erreicht werden kann. Durch die Einführung eines nachhaltigen Managements wird vielmehr ein andauernder Prozess angestoßen, der dabei hilft, eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, stetig zu evaluieren und zu verbessern. Es ist nie zu spät anzufangen. Wichtig ist es jedoch jetzt zu handeln, damit auch zukünftige Generationen erfolgreich an Schulen lernen können und Ihre Schule zukunftsfähig bleibt.

Einige Schulen gehen bereits nach einem standardisierten Zertifizierungsverfahren vor. Dies kann eine gute Grundlage für eine erfolgreiche Einführung eines Managementsystem bilden. Es ist jedoch keine notwendige Voraussetzung. Das europäische Umweltmanagementsystem EMAS stellt beispielsweise sicher, „dass alle Umweltaspekte von Energieverbrauch bis zu Abfall und Emissionen rechtssicher und transparent umgesetzt werden“ (UGA 2023).

Managementsysteme wie EMAS bilden eine gute Grundlage für ein umfassendes Umweltkonzept. Soziale Aspekte können hier ebenfalls integriert werden. Doch auch wenn noch nicht mit einer offiziellen Zertifizierung begonnen wird, lohnt es sich, einen Blick auf solche Systeme zu werfen, da sie sich an EU-Leitlinien und somit an internationalen Standards orientieren.

Was ist EMAS?

EMAS ist die Abkürzung für Eco-Management and Audit Scheme, also ein Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung. Es kann Institutionen wie Schulen dabei helfen, insbesondere die ökologische Nachhaltigkeit unter die Lupe zu nehmen. Zudem kann die Energieeffizienz der Schule systematisch verbessert und somit schädliche Umweltwirkungen reduziert werden (UBA 2020). Dafür wird ein Umweltleitbild aufgestellt, das konkrete Ziele beinhaltet, die mit entsprechenden Maßnahmen verfolgt werden (ebd.).

Austausch mit Kolleginnen und Kollegen
Falls Sie sich für dieses Verfahren interessieren, nehmen Sie Kontakt zu Schulleiterinnen und Schulleitern auf, die bereits Erfahrungen damit gemacht haben. Fragen Sie insbesondere auch nach den Finanzierungsmöglichkeiten. Das Umweltministerium hat bereits in einigen Programmen das Verfahren bezuschusst.

Vor- und Nachteile von Zertifizierungen

Die Einführung von offiziellen Managementsystemen bringt einige Vor- und Nachteile mit sich.

  • Offizielle Verfahren eignen sich besonders in der Kommunikation mit Lehrkräften und externen Dienstleistern, um Umweltschutz erfolgreich umzusetzen. Eine veröffentlichte Umweltleitlinie schafft Transparenz und kann weitere Schulleitungen motivieren, ihre Schulen nachhaltiger zu gestalten.
  • Die unabhängige Prüfung durch externe Gutachter bietet Rechtssicherheit und liefert wertvolles Expertenwissen. Zudem sorgt das Verfahren für einen klaren Fahrplan zur Zukunftsfähigkeit der Schule. Wiederkehrende Audits helfen, Maßnahmen konsequent weiterzuverfolgen.
  • Eine Zertifizierung ist jedoch mit Kosten und bürokratischem Aufwand verbunden, die teils durch Einsparungen – etwa im Energiebereich – ausgeglichen werden können. Achten Sie dennoch darauf, das Ziel der nachhaltigen Umsetzung nicht aus den Augen zu verlieren.

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Schule nachhaltig gestalten

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