Zusammenfassung
Ganztag in der Grundschule – Wie Schulleitungen Strukturen wirksam verzahnen
Ausgangslage – vom Nebeneinander zum Miteinander
- Vormittag = Unterricht, Nachmittag = Betreuung – oft ohne pädagogische Brücke
- Ziel: Ganztag als pädagogische Chance, nicht nur als Zeitverlängerung
- Schulleitung steuert den Übergang mit klaren Signalen und kleinen Schritten
Drei Perspektiven verzahnen
- Organisatorisch: Rhythmisierung, Zeitfenster, Personaleinsatz
- Pädagogisch: Methoden & Inhalte unabhängig von Uhrzeiten denken
- Konzeptionell: Gemeinsames Leitbild mit Kollegium, Jugendhilfe, Eltern
Behutsam starten – schnell lernfähig bleiben
- Einzelne Stunden in den Nachmittag verlegen
- Betreuungspersonal punktuell am Vormittag einbinden
- „Rückfallebenen“ definieren, um Entwürfe anpassen zu können
Beteiligung organisieren
- Frühzeitige Einbindung aller Professionen inkl. Trägern der Jugendhilfe
- Transparente Ziele, klare Rahmenbedingungen, regelmäßige Kommunikation
- Feste Austauschformate („Tür-und-Angel mit System“, Pinnwand/Fach)
Auftakt mit Signalwirkung
- Ganztagskonferenz zum Schuljahresende: Ziele, Zeitstruktur, Raumplanung
- Pilot-Stundenplan vorstellen (inkl. Verschiebungen)
- Einen fixen Nachmittag konferenzfrei halten (Teams/Planung)
Pädagogische Tiefe: Projekte & Förderung
- Projektarbeit als Brücke (z. B. „Werkstattzeit“ wöchentlich)
- Individuelle Förderung mit klaren Zielen und einfachen Tools (Wochenraster, Förderheft)
- Niedrigschwellige Dokumentation ohne Bürokratie
Ganztag in der Grundschule – Wie Schulleitungen Strukturen wirksam verzahnen
Drei Ebenen, ein Ziel: Ganzheitlichkeit
Viele Grundschulen stehen vor der Herausforderung, den Ganztag nicht nur als organisatorische Erweiterung, sondern als inhaltlich-pädagogische Chance zu gestalten. Allzu oft zeigt sich jedoch im Schulalltag ein nebeneinanderher von Unterricht am Vormittag und Betreuung am Nachmittag. Während vormittags gelernt wird, dominiert nachmittags das Spielen – pädagogisch verbunden ist beides selten.
Damit ein verändertes Verständnis von Lernen, Förderung und Zusammenarbeit gelingt, braucht es drei ineinandergreifende Perspektiven:
- Organisatorisch: Die Abläufe des Schultags werden neu gedacht – Zeitfenster, Rhythmisierung, Personaleinsatz.
- Pädagogisch: Die Inhalte und Methoden des Lernens orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder, unabhängig von der Uhrzeit.
- Konzeptionell: Ein gemeinsames Leitbild verbindet alle Professionen und Akteure – vom Kollegium über die Jugendhilfe bis hin zu den Eltern.
Gemeinsam statt nebeneinanderher
Der Erfolg eines ganztägigen Schulkonzepts hängt maßgeblich davon ab, wie gut es gelingt, alle Beteiligten zu integrieren. Holen Sie frühzeitig Lehrkräfte, Betreuungspersonal, Träger der Jugendhilfe und Eltern ins Boot. Informieren Sie transparent über Ziele, Rahmenbedingungen und nächste Schritte. Nur wer sich gesehen und beteiligt fühlt, wird bereit sein, sich auf neue Wege einzulassen.
Langsam wachsen statt überfordern
Ein erfolgreicher Einstieg in den Ganztag beginnt nicht mit dem großen Wurf, sondern mit kleinen, klugen Schritten:
- Prüfen Sie, ob einzelne Unterrichtsstunden in den Nachmittag verlegt werden können.
- Ermöglichen Sie erste Kooperationen durch das Einbinden von Betreuungspersonal am Vormittag.
- Schaffen Sie Rückfallebenen – erste Schritte müssen jederzeit korrigierbar bleiben.
Auftakt mit Signalwirkung: Die Ganztagskonferenz
Projektarbeit als verbindendes Element
Schritt für Schritt zur tragfähigen Struktur
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