Alkohol am Arbeitsplatz Schule
Zusammenfassung
Alkohol am Arbeitsplatz Schule – Wie Sie als Schulleitung professionell intervenieren
Warum frühe Intervention zählt
- Wiederholte Auffälligkeiten gefährden Unterrichtsqualität und Schulkultur.
- Handeln Sie transparent und zeitnah – Diagnose ist nicht nötig.
- Begründete Vermutungen reichen für ein Gespräch.
Anzeichen richtig deuten
- Häufige Kurzfehlzeiten und Stimmungsschwankungen.
- Ungewöhnliches Verhalten im Unterricht.
- Wahrnehmbare Alkoholfahne – besonders am Morgen.
Vier Gesprächsformate im Überblick
- Fürsorgegespräch: wertschätzend Sorgen benennen, Hilfe anbieten.
- Ad-hoc-Gespräch: sofortiges Einschreiten bei klarer Auffälligkeit.
- Klärungsgespräch: wiederholte Vorfälle strukturiert adressieren.
- Stufengespräche: formale Intervention mit Dienststelle/Disziplinarschritt.
So führen Sie das Fürsorgegespräch
- Termin unter vier Augen ankündigen; sachlich Beobachtungen schildern.
- Sorge ausdrücken, Unterstützung anbieten; Rückmeldegespräch nach 2–3 Wochen.
- Kurz protokollieren (nicht für die Personalakte).
Ad-hoc & Klärung konsequent umsetzen
- Wahrnehmung klar benennen; Einsatzfähigkeit beenden („Heute kein Unterricht“).
- Nächstes Klärungsgespräch ankündigen und dokumentieren.
- Im Klärungsgespräch: Vorfälle konkretisieren, Erwartungen formulieren, Hilfewege nennen.
Stufen, Recht & Haltung
- Bei Ausbleiben von Veränderung: Stufengespräch mit nächsthöherer Dienststelle.
- Alkoholabhängigkeit ist Krankheit – kein Freibrief für Fehlverhalten.
- Führung heißt: klare Grenzen, verlässliche Dokumentation, empathische Unterstützung.
Alkohol am Arbeitsplatz Schule – Wie Sie als Schulleitung professionell intervenieren
Wenn Alkoholprobleme im Kollegium sichtbar werden, braucht es keine medizinische Diagnose – sondern eine klare, empathische Führung. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Gesprächsformate sich bewährt haben, wie Sie professionell intervenieren und welche Schritte Ihnen zur Verfügung stehen.
Der richtige Einstieg: Wann beginnt eine Intervention?
Wenn eine Lehrkraft wiederholt alkoholauffällig ist, steht nicht nur ihre Gesundheit auf dem Spiel – auch das Lernumfeld, die Schüler:innen, die Kollegenschaft und die Glaubwürdigkeit der Schule werden belastet. Dennoch handeln viele Schulleitungen zu spät oder zögerlich – aus Unsicherheit, Loyalität oder Angst vor Eskalation. Dabei gilt: Wer frühzeitig und transparent interveniert, kann helfen – bevor die Situation eskaliert.
Oft ist unklar, ob eine beobachtete Auffälligkeit mit Alkoholmissbrauch zusammenhängt – etwa bei:
- häufigen Kurzfehlzeiten,
- Stimmungsschwankungen,
- ungewöhnlichem Verhalten im Unterricht,
- dem Wahrnehmen einer Alkoholfahne.
| Wichtig |
| Es braucht keinen Beweis, dass Alkohol im Spiel ist. Schon begründete Vermutungen reichen aus, um ein Gespräch zu führen. |
Die Gesprächsformate im Überblick
Im Schulalltag haben sich vier Gesprächsformate bewährt, die schrittweise aufeinander aufbauen:
| Format | Zielsetzung | Zeitpunkt |
| Fürsorgegespräch | Sorgen benennen, Hilfe anbieten, Beobachtungen mitteilen | Erste Auffälligkeit |
| Ad-hoc-Gespräch | Spontan eingreifen bei unmittelbarer Auffälligkeit | z. B. Alkoholfahne am Morgen |
| Klärungsgespräch | Wiederholte Auffälligkeiten konkret ansprechen | Nach erneutem Vorfall |
| Stufengespräche | Formale Intervention mit Behörden, ggf. Disziplinarverfahren | Bei ausbleibender Veränderung |
Haltung zeigen: Führung mit Klarheit und Empathie
Hier finden Sie Unterstützung
Jetzt alle Vorteile mit einem Abo nutzen!
Mit einem Abo haben Sie dauerhaft Zugriff auf viele hilfreiche Artikel, Themenpakete und Materialien, die Ihren Schulalltag erleichtern. Profitieren Sie von praktischen Funktionen wie der KI-Unterstützung und lassen Sie sich Inhalte zusammenfassen.
Jetzt registrierenSie haben bereits ein Konto? Hier anmelden
Material
Keine Materialien zugeordnet.
Fortbildungen und Webinare
Keine Fortbildungen & Webinare zugeordnet.

