Wollen Sie, dass der Medienentwicklungsplan kein „zahnloser Tiger“ ist, so kommen Sie nicht darum herum diesen auf Nachhaltigkeit auszurichten. Um diese Nachhaltigkeit zu gewährleisten, sollte der MEP und dessen Implementierung den sieben Prinzipien der Einfachheit, des Mehrwerts, der Dokumentation, der Wertschätzung, der Möglichkeit des Ausprobierens, der Kleinschrittigkeit und der Beteiligung nachgehen.

Beachten sie folgende Prinzipen
  • Keep it small and simple
  • Die Frage nach dem Mehrwert
  • Learning by doing
  • Wer nicht dokumentiert, verliert!
  • Das Kollegium durch Beteiligung ins Boot holen
  • Step by Step
  • Wertschätzung ist die stärkste Waffe einer Schulleitung

Erst diese Prinzipien ermöglichen es, die Vision einer „(digital) professional learning community“ (DLPC) im Rahmen des MEP nachhaltig umzusetzen. Ein zentrales Prinzip ist die Dokumentation im Schulcurriculum. Ausgehend von den dokumentierten Visionen zeigt es das Gesamtbild, wie Unterricht an der Schule gelebt wird.

Die einzelnen Bereiche sind wie Puzzleteile: Für sich genommen wertlos, entfalten sie ihre Wirkung erst im Zusammenspiel, wenn sie zu einem stimmigen Gesamtbild einer guten Schule verbunden werden.

Der MEP sollte im Bereich Medien und Digitalisierung Teil des Schulcurriculums sein. Idealerweise wird er bereits bei seiner Entwicklung integriert. Entscheidend ist, dass Zielsetzungen und Bezug zur schulischen Vision deutlich werden – ein bloßes Abheften reicht nicht, der MEP muss vor Ort mit Leben gefüllt werden.

 

Implementierung des Medienentwicklungsplans in den Fächern

Die Ziele des MEP sollten auf die einzelnen Fächer heruntergebrochen werden. Dazu empfiehlt sich ein Treffen mit den Fachvorsitzenden, in dem Ziele vorgestellt und transparent der Mehrwert für die Unterrichtsentwicklung aufgezeigt wird. Die Fachvorsitzenden füllen den MEP mit Leben, erproben Maßnahmen und liefern Daten für die Evaluation.

Leitfragen für die Fachkonferenzen:

  • Welchen Beitrag leistet unser Fach zu den Zielen?
  • Welche spezifischen Bedürfnisse haben wir im Bereich Digitalisierung?
  • Was können wir wann erproben?
  • Wie lässt sich digitaler Unterricht konkret gestalten?

Die Ergebnisse werden in Ablaufdiagrammen festgehalten, erprobt und bei Erfolg ins Fachcurriculum übernommen.

    Vom Papier in die Praxis