Der Start in die Schulleitung

Schulleiterinnen und Schulleiter bringen sehr unterschiedliche Voraussetzungen mit: manche mit jahrzehntelanger Unterrichts- oder Leitungserfahrung, andere als Neulinge. Einige übernehmen Schulen, die sie gut kennen, andere kommen von außen. Manche streben die Position aktiv an, andere werden ermutigt oder überredet.

Carsta, 42, ist ein Beispiel. Obwohl sie zunächst keine Ambitionen hatte, wurde sie durch ihr Engagement ins Leitungsteam berufen und später zur Schulleiterin gewählt. Gemeinsam ist neuen Schulleitungen meist zweierlei: der Wunsch nach persönlicher Erfüllung und ein Gefühl sozialer Verpflichtung.

Persönliche Erfüllung

Axel beschreibt seinen Weg als Suche nach neuen Herausforderungen. Nach Jahren als Lehrer und Konrektor übernahm er eine Brennpunktschule, stellte sich hohen Erwartungen und sah darin eine Chance, sich weiterzuentwickeln – möglicherweise auch in Richtung Schulaufsicht.

Auch Assaf, Mitte 40, suchte nach neuen Aufgaben. Nach vielen Jahren als Klassenlehrer und Studienleiter übernahm er die Leitung einer Grundschule. Für ihn steht das Lernen und Wachsen in einer neuen Rolle im Zentrum seiner Motivation.

 

Soziale Verpflichtung

Viele Schulleiterinnen und Schulleiter sehen ihre Arbeit nicht nur als persönliche Weiterentwicklung, sondern auch als moralische Aufgabe. Assaf wollte gezielt eine Schule mit hohem Migrantenanteil leiten, um Vorbild zu sein. Carsta betont ihre Verantwortung gegenüber Kindern aus schwierigen Verhältnissen. Henrik suchte bewusst eine leistungsschwache Schule, um dort zu helfen und seine Fähigkeit, Menschen zu motivieren, einzubringen.

So verbindet sich bei vielen Leitungspersonen individuelle Weiterentwicklung mit gesellschaftlichem Engagement.

 

Herausforderungen

Schulleitung heißt, sich auf veränderte Bedingungen einzustellen: Bildungsstandards, Inklusion, Digitalisierung, Evaluationen und Vergleichsarbeiten prägen den Alltag. Schulen stehen zudem im Wettbewerb um Anmeldungen. Neue Schulleitungen müssen diese Entwicklungen gestalten und zugleich ihr Kollegium einbinden.

    Schlussgedanke