Lernen in der Kultur der Digitalität
Zusammenfassung
Lernen in der Kultur der Digitalität – Didaktische Impulse und Praxisbeispiele
Von der Buchkultur zur Digitalität
Digitale Medien verändern Schule grundlegend. Nicht nur Werkzeuge, sondern Denkweisen und Lernkulturen wandeln sich – hin zu kollaborativem, kreativem und vernetztem Lernen.
Neue Lernformen
- Kollaboration statt Einzelarbeit
- Recherche & Quellenkritik statt nur Lehrbuchwissen
- Netzwerkkultur statt isoliertem Lernen
- Kreative digitale Produkte statt reiner Texte
Drei didaktische Modelle
- SAMR-Modell: Von Substitution bis Redefinition digitaler Lernprozesse
- Digitale Dividende (Burow): Kreativität & individuelle Förderung durch Digitalisierung
- Pädagogik vor Technik (Zierer): Didaktik bleibt leitend, Technik unterstützt
Praxisbeispiele
- BYOD-Ansätze für spontanes Lernen
- Digitale Lernprodukte (Podcasts, Videos, Plakate)
- Kollaboratives Schreiben mit Etherpads
- Lernplattformen für individualisiertes Lernen
- Feedback mit digitalen Tools
Voraussetzungen
Didaktische Klarheit, verlässliche Infrastruktur, methodische Vielfalt und Zeit für Reflexion sichern den Erfolg digitalen Unterrichts.
Fazit
Didaktik in der Kultur der Digitalität stellt Kreativität, Kollaboration und kritisches Denken ins Zentrum. Lehrkräfte werden zu Lernbegleiter:innen, die Lernprozesse aktiv gestalten und digitale Chancen reflektiert nutzen.
Lernen in der Kultur der Digitalität – Didaktische Impulse und Praxisbeispiele
Warum sich Didaktik im digitalen Zeitalter wandeln muss
Digitale Medien haben das Lernen und Lehren grundlegend verändert. Dabei geht es nicht nur um neue Werkzeuge, sondern um einen tiefgreifenden kulturellen Wandel. Medien sind nicht neutral, sondern formen, wie wir denken, lernen und kommunizieren. Der Medienwissenschaftler Axel Krommer spricht deshalb von einem Leitmedienwechsel: von der Buchkultur hin zur Digitalität. Schulen müssen diese Veränderung aktiv aufgreifen und ihre Didaktik entsprechend anpassen.
Von der Gutenberg-Schule zur Schule der Digitalität
In der traditionellen Schule stehen Mündlichkeit, Schriftlichkeit und individuelle Leistung im Mittelpunkt. Doch unter den Bedingungen der Digitalität sind neue Formen des Lernens gefordert:
- Offenes, kollaboratives Lernen statt reiner Einzelarbeit
- Digitale Recherche und Quellenkritik statt nur Lehrbuchwissen
- Kommunikation in Netzwerken statt isoliertem Wissenserwerb
- Kreative Produktionen (z. B. Podcasts, Videos) statt rein textbasierter Ausarbeitungen
Kernziel ist es, Schüler:innen für eine Welt vorzubereiten, in der Informationen überall verfügbar sind, aber kritisch eingeordnet werden müssen.
Drei didaktische Modelle im Überblick
1. SAMR-Modell (nach Ruben Puentedura)
Dieses Modell beschreibt vier Stufen der Integration digitaler Medien:
- Substitution: Digitalisierung ersetzt analoge Methode (z. B. digitales Arbeitsblatt)
- Augmentation: Funktionale Verbesserung (z. B. interaktive Aufgaben)
- Modification: Umgestaltung der Aufgaben (z. B. kollaboratives Schreiben)
- Redefinition: Neue Lernformate werden möglich (z. B. globale Projektarbeit)
2. „Digitale Dividende“ (O.-A. Burow)
Praxisbeispiele für digitalen Unterricht
Voraussetzungen für guten digitalen Unterricht
Fazit
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