Warum sich Didaktik im digitalen Zeitalter wandeln muss

Digitale Medien haben das Lernen und Lehren grundlegend verändert. Dabei geht es nicht nur um neue Werkzeuge, sondern um einen tiefgreifenden kulturellen Wandel. Medien sind nicht neutral, sondern formen, wie wir denken, lernen und kommunizieren. Der Medienwissenschaftler Axel Krommer spricht deshalb von einem Leitmedienwechsel: von der Buchkultur hin zur Digitalität. Schulen müssen diese Veränderung aktiv aufgreifen und ihre Didaktik entsprechend anpassen.

Von der Gutenberg-Schule zur Schule der Digitalität

In der traditionellen Schule stehen Mündlichkeit, Schriftlichkeit und individuelle Leistung im Mittelpunkt. Doch unter den Bedingungen der Digitalität sind neue Formen des Lernens gefordert:

  • Offenes, kollaboratives Lernen statt reiner Einzelarbeit
  • Digitale Recherche und Quellenkritik statt nur Lehrbuchwissen
  • Kommunikation in Netzwerken statt isoliertem Wissenserwerb
  • Kreative Produktionen (z. B. Podcasts, Videos) statt rein textbasierter Ausarbeitungen

Kernziel ist es, Schüler:innen für eine Welt vorzubereiten, in der Informationen überall verfügbar sind, aber kritisch eingeordnet werden müssen.

 

Drei didaktische Modelle im Überblick

1. SAMR-Modell (nach Ruben Puentedura)

Dieses Modell beschreibt vier Stufen der Integration digitaler Medien:

  • Substitution: Digitalisierung ersetzt analoge Methode (z. B. digitales Arbeitsblatt)
  • Augmentation: Funktionale Verbesserung (z. B. interaktive Aufgaben)
  • Modification: Umgestaltung der Aufgaben (z. B. kollaboratives Schreiben)
  • Redefinition: Neue Lernformate werden möglich (z. B. globale Projektarbeit)

2. „Digitale Dividende“ (O.-A. Burow)

Praxisbeispiele für digitalen Unterricht

Voraussetzungen für guten digitalen Unterricht

    Fazit