Wie gelingt es, ein vielfältiges und multiprofessionelles Team aus Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften und externen Partnerinnen und Partnern zu einer starken Einheit zu formen – und damit echten Bildungsmehrwert im Ganztag zu schaffen? In diesem Beitrag erhalten Sie praxisnahe Impulse, wie Sie als Schulleitung die multiprofessionelle Zusammenarbeit wirksam strukturieren, Kommunikation nachhaltig verankern und Ihre Schule zu einem lebendigen Lern- und Lebensort weiterentwickeln.

 

Warum multiprofessionelle Teams im Ganztag essenziell sind

Die Ganztagsschule wird in den nächsten Jahren zur vorherrschenden Schulform. Neben dem quantitativen Ausbau wird zunehmend Wert auf die Qualität der Ganztagsschulen gelegt. Um das Ganztagsangebot zu verbessern, werden bestehende Lern- und Bildungsbegriffe überprüft, pädagogische Konzepte weiterentwickelt und schulische Organisationsprozesse neu strukturiert. Maßgeblichen Anteil an der Qualität des Ganztagsangebots haben – neben der Schulleitung, die diese Prozesse intern koordiniert – die die Mitarbeitenden der Schule. Doch wieso „Mitarbeitende“ und nicht Lehrkräfte?

Die Ganztagsschule wird nicht allein von Lehrkräften gestaltet. Sie bezieht weitere pädagogische Professionen sowie inner- und außerschulische Kooperationspartnerinnen und -partner mit ein. Wenn alle Beteiligten in einem multiprofessionellen Team zusammenarbeiten, entsteht eine Bildungslandschaft, die Lernorte miteinander vernetzt und den Kindern ein ganzheitliches, lebensnahes Lernen ermöglicht. Die Herausforderung liegt dabei in der Zusammenarbeit – und darin, sich als gemeinsames Team zu verstehen.

 

Zusammensetzung multiprofessioneller Teams

An Ganztagsschulen arbeitet eine Vielzahl von Personen mit unterschiedlichen Qualifikationen. Dies ergibt sich aus dem erweiterten pädagogischen Auftrag: Neben Unterricht und individueller Förderung stehen auch soziales und interkulturelles Lernen, Freizeitgestaltung sowie Mitbestimmung im Fokus. Die Schule wird zu einem Lebensort, der vielfältige Lerngelegenheiten eröffnet.

Deshalb braucht es verschiedene Professionen mit unterschiedlichen Sichtweisen auf Kinder und Jugendliche. Damit die Zusammenarbeit gelingt, sind klare Strukturen entscheidend. Unterschieden wird dabei zwischen:

  • Innerschulischen Partnerinnen und Partner: Lehrkräfte, Erziehende, Schulsozialarbeit, Integrationshilfen, Mitarbeitende aus Hausmeisterei und Sekretariat – sie sind dauerhaft in der Schule präsent.
  • Außerschulischen Partnerinnen und Partner: B. Musikschulen, Sportvereine, Jugendhilfe – sie agieren meist angebotsbezogen.

Die Verantwortung für die Zusammenarbeit trägt die Schulleitung. Die Ganztagskoordination – idealerweise als feste Funktionsstelle – unterstützt bei der Organisation.

Mögliche Aufgaben der Ganztagskoordination

    Chancen multiprofessioneller Teams

    Zusammenarbeit strukturieren

        Kommunikationsstrukturen etablieren

          Fazit