Wer als Schulleitung mit suchtbedingtem Verhalten im Kollegium konfrontiert ist, sollte verstehen, was hinter Alkoholabhängigkeit steckt – und warum Betroffene oft erst spät Hilfe annehmen. Dieser Beitrag liefert das nötige Hintergrundwissen: kompakt, verständlich und mit Blick auf die schulische Realität.

 

Warum Sie als Schulleitung Alkoholabhängigkeit verstehen sollten

Ob als Einzelfall oder strukturelles Problem: Wenn Alkohol am Arbeitsplatz Schule sichtbar wird, stehen Schulleitungen vor der Herausforderung, professionell zu handeln – ohne zu pathologisieren oder zu bagatellisieren. Dabei hilft es enorm, die psychologischen, medizinischen und sozialen Dynamiken der Alkoholabhängigkeit zu kennen.

 

Alkoholismus ist eine Krankheit – keine Willensschwäche

Seit 1968 wird Alkoholabhängigkeit vom Bundessozialgericht als chronische Krankheit anerkannt – „in der Regel nicht selbst verschuldet“. Diese Definition verpflichtet Führungskräfte zur Fürsorge, ohne ihre Rolle als Arbeitgeber:in oder Vorgesetzte:r zu verlieren.

Das bedeutet:

  • Alkoholismus kann jede Person treffen – unabhängig von Persönlichkeit oder Belastung.
  • Die Betroffenen verlieren im Verlauf der Erkrankung die Kontrolle über ihr Trinkverhalten.
  • Auch nach langer Abstinenz kann ein Glas Alkohol einen Rückfall auslösen.

 

Wie Alkoholabhängigkeit entsteht – ein Blick auf das „Bedingungsdreieck“

Die Entwicklung verläuft meist schleichend – oft über Jahre. Es gibt kein eindeutiges Frühwarnzeichen, sondern ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren:

      Warnzeichen erkennen – auch ohne Diagnose

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