Ganztag ab 2026: Was Schulen jetzt brauchen
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Zusammenfassung
Ganztag ab 2026: Was Schulen jetzt wirklich brauchen
Lesezeit: 1 Min.
Ausgangslage: Rechtsanspruch und Umsetzungsdruck
- Ab dem Schuljahr 2026/27 wird der Ganztag in der Grundschule stufenweise zur Pflichtaufgabe.
- Der Rechtsanspruch umfasst acht Stunden Förderung und Betreuung an Werktagen inklusive Unterricht.
- Bis 2029/30 soll der Anspruch auf alle Grundschulklassen ausgeweitet werden.
- Für Schulleitungen steigt damit der Handlungsdruck, tragfähige Ganztagskonzepte frühzeitig zu entwickeln.
Die eigentliche Herausforderung
- Die größten Hürden liegen in der praktischen Umsetzung, nicht im politischen Grundsatz.
- Fachkräftemangel, fehlende Räume und föderale Zuständigkeiten erschweren den Ausbau.
- Hinzu kommen uneinheitliche Qualitätsstandards in den Ländern und Kommunen.
- Pädagogisch problematisch ist vor allem, dass Unterricht und Ganztagsangebote vielerorts noch zu wenig verzahnt sind.
Was gute Ganztagsschulen anders machen
- Erfolgreiche Schulen verstehen Ganztag als Lebensraum und nicht nur als verlängerte Unterrichtszeit.
- Statt starrer Abläufe setzen sie auf sinnvolle Lernzeiten mit stärkerer Individualisierung.
- Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte arbeiten verbindlich im Tandem statt nebeneinander.
- Kulturelle Bildung wird als fester Bestandteil des Schulprofils verstanden und stärkt Teilhabe sowie Selbstwirksamkeit.
Vier Erfolgsfaktoren für Schulen
- Eine gute Rhythmisierung verbindet Lernen, Bewegung, Essen, Ruhe und Freizeit sinnvoll miteinander.
- Multiprofessionelle Teams brauchen klare Rollen, verlässliche Kooperation und abgestimmte Zuständigkeiten.
- Partizipation bedeutet, dass Kinder den Ganztag aktiv mitgestalten können.
- Profilbildung schafft eine erkennbare pädagogische Linie, etwa in den Bereichen Kultur, Förderung, Bewegung oder Sozialraumorientierung.
Mini-Check für die Praxis
- Schulen sollten prüfen, ob ein gemeinsames Ganztagskonzept oder nur ein organisatorischer Ablaufplan vorliegt.
- Entscheidend ist, ob Unterricht und Nachmittag inhaltlich und pädagogisch zusammenhängen.
- Auch die verbindliche Zusammenarbeit aller Beteiligten gehört auf den Prüfstand.
- Ebenso wichtig sind Kinderbeteiligung und ein Verständnis von Schule als Lebensraum.
Fazit
Ganztag ab 2026 gelingt nur dann überzeugend, wenn Schulen ihn als pädagogisch gestalteten Lebens- und Lernraum entwickeln. Für Schulleitungen kommt es jetzt darauf an, Konzepte, Kooperationen und die Perspektive der Kinder systematisch zusammenzuführen.
Ganztag ab 2026: Was Schulen jetzt brauchen – Vier Impulse aus gelingender Praxis
| Hinweis |
Bei dem folgenden Artikel handelt es sich um einen Ausblick auf das Buch Ganztagsschule – Verpflichtung und Herausforderung von Kemal Carstens und Dr. Helmut Lungershausen, das im September 2026 im RAABE Verlag erscheinen wird. Hier finden Sie Hintergründe, Praxisbeispiele und konkrete Anregungen für die Umsetzung eines guten Ganztags!
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Ganztag ab 2026: Die eigentliche Herausforderung
Was gute Ganztagsschulen anders machen
Vier Erfolgsfaktoren für Schulen
Fazit
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