Drei Ebenen, ein Ziel: Ganzheitlichkeit

Viele Grundschulen stehen vor der Herausforderung, den Ganztag nicht nur als organisatorische Erweiterung, sondern als inhaltlich-pädagogische Chance zu gestalten. Allzu oft zeigt sich jedoch im Schulalltag ein nebeneinanderher von Unterricht am Vormittag und Betreuung am Nachmittag. Während vormittags gelernt wird, dominiert nachmittags das Spielen – pädagogisch verbunden ist beides selten.

Damit ein verändertes Verständnis von Lernen, Förderung und Zusammenarbeit gelingt, braucht es drei ineinandergreifende Perspektiven:

  • Organisatorisch: Die Abläufe des Schultags werden neu gedacht – Zeitfenster, Rhythmisierung, Personaleinsatz.
  • Pädagogisch: Die Inhalte und Methoden des Lernens orientieren sich an den Bedürfnissen der Kinder, unabhängig von der Uhrzeit.
  • Konzeptionell: Ein gemeinsames Leitbild verbindet alle Professionen und Akteure – vom Kollegium über die Jugendhilfe bis hin zu den Eltern.

 

Gemeinsam statt nebeneinanderher

Der Erfolg eines ganztägigen Schulkonzepts hängt maßgeblich davon ab, wie gut es gelingt, alle Beteiligten zu integrieren. Holen Sie frühzeitig Lehrkräfte, Betreuungspersonal, Träger der Jugendhilfe und Eltern ins Boot. Informieren Sie transparent über Ziele, Rahmenbedingungen und nächste Schritte. Nur wer sich gesehen und beteiligt fühlt, wird bereit sein, sich auf neue Wege einzulassen.

 

Langsam wachsen statt überfordern

Ein erfolgreicher Einstieg in den Ganztag beginnt nicht mit dem großen Wurf, sondern mit kleinen, klugen Schritten:

  • Prüfen Sie, ob einzelne Unterrichtsstunden in den Nachmittag verlegt werden können.
  • Ermöglichen Sie erste Kooperationen durch das Einbinden von Betreuungspersonal am Vormittag.
  • Schaffen Sie Rückfallebenen – erste Schritte müssen jederzeit korrigierbar bleiben.

Auftakt mit Signalwirkung: Die Ganztagskonferenz

    Projektarbeit als verbindendes Element

            Schritt für Schritt zur tragfähigen Struktur