Konzepte für einen digital-inklusiven Unterricht
Zusammenfassung
Wie mache ich mein Kollegium fit? – Fortbildungskonzepte für einen digital-inklusiven Unterricht
Diklusion verstehen
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Verknüpft Digitalität und Inklusion als Querschnittsaufgabe der Schulentwicklung
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Professionalisierung basiert auf Haltung, Medienpädagogik und inklusiven Kompetenzen
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Visualisiert im Kompetenzmodell
Kollegium nach Innovationstypen mitnehmen
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Differenzierung nach Innovatoren, Early Adopters, früher/später Mehrheit, Skeptikern
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Passgenaue Formate je Gruppe; Grafik zu Reaktionsweisen
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Skeptiker einbinden, um blinde Flecken sichtbar zu machen
Steuerung & Planung
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Steuergruppen „Digitale Medien“ und „Inklusion“ eng an SL anbinden
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Leitlinien und Halbjahresziele, Bedarfsabfrage, Plan mit Pflicht-/Wahlformaten
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Kontinuität sichern: regelmäßige Infos, „App der Woche“, Hospitations-Feedback
Niederschwellige Selbstlernangebote
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Snack-Kärtchen, Diklu-Newsletter
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Zentrale Tutorial-Sammlung (Lernplattform/Padlet/Taskcards)
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Datenschutzkonformer Help-Desk & „Offene-Tür“-Einblicke in Kurse
Mikrofortbildungen wirksam machen
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Kurzformate (15–90 Min.) mit hohem Praxisbezug, auf Augenhöhe
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Implementiert in ein Gesamtkonzept; Formate-Tabelle von „Wissen vor 8“ bis Webinar
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Diklusive Brille: Assistive Tools, Barrierefreiheit, Differenzierung, Stolpersteine
Kollegiale Unterrichtshospitation
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Teamorientierte Unterrichtsentwicklung in 4 Schritten (Partner, Vorbereitung, Durchführung, Feedback)
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„Diklusive Wochen“ mit thematischem Fokus und heterogenen Teams
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Auch digital umsetzbar im Fernunterricht
Fazit
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Richten Sie eine Steuergruppe ein, kartieren Sie Innovationstypen, planen Sie Halbjahresziele.
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Starten Sie sofort mit: 1) wöchentlichem Snack-Kärtchen, 2) zwei Mikrofortbildungen/Monat, 3) „Offene-Tür“-Liste, 4) 4–6-wöchigen diklusiven Hospitationswochen.
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Messen Sie Wirkung (Teilnahme, Umsetzung im Unterricht, Hospitations-Feedback) und justieren Sie nach.
Konzepte für einen digital-inklusiven Unterricht – Fortbildung im Kollegium als Schlüssel zur Umsetzung
Diklusion – was heißt das?
Das gesamte Kollegium in den digitalen Wandel einzubeziehen, ist eine große Herausforderung – insbesondere wenn die Querschnittsaufgaben Digitale Medien und Inklusion zusammentreffen und Widerstände entstehen. Umso wichtiger ist ein breit angelegtes, zielgerichtetes Fortbildungsangebot, das von einer Steuergruppe systematisch initiiert wird und alle Lehrkräfte in der Professionalisierung für einen digital-inklusiven Unterricht unterstützt.
Diklusion ist ein Neologismus aus „Digitalität“ oder auch „digitale Medien“ und „Inklusion“. Der Begriff #diklusion wurde von der Autorin Dr. Lea Schulz als sogenannter Hashtag auf dem sozialen Netzwerk Twitter ins Leben gerufen, um die notwendige Verbindung der beiden größten Herausforderungen in der Schulentwicklung zu verdeutlichen.
Diklusive Kompetenzen – auch eine Frage der Haltung
Die Kultusministerkonferenz hat sich bereits im Jahr 2011 eindeutig für die inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen ausgesprochen und überarbeitet seit 2014 die verschiedenen Anforderungen und Fachcurricula:
„Unser vornehmliches Ziel bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist das gemeinsame Lernen von jungen Menschen mit und ohne Behinderung. Die Länder haben diese Herausforderung angenommen und bereiten die Lehrerinnen und Lehrer auf den Umgang mit der Vielfalt in einem inklusiven Schulsystem vor.“
(KMK 2014, S. 1)
Gleichfalls wird die Förderung von Medienkompetenz als Querschnittsaufgabe seit der KMK-Strategie Bildung in der digitalen Welt erachtet (vgl. KMK 2016). Im Zusammenspiel der beiden Innovationen Inklusion und Digitalität innerhalb einer diklusiven Schule besteht in Bezug auf die Lehrkräfteprofessionalisierung die Frage der diklusiven Kompetenzen. Im nachstehenden Modell wurden die Kompetenzen für eine inklusive Bildung nach Fischer (2017) sowie die sechs Dimensionen der medienpädagogischen Grundbildung nach Buschhaus et al. (2013) in ein Modell zusammengeführt (vgl. Abb. 1), dessen Grundlage eine professionelle pädagogische Haltung in Bezug auf die Inklusion und den Einsatz digitaler Medien ist.

Abb. 1: Diklusive Kompetenzen der Lehrkräfte, eigene Grafik (in Anlehnung an Fischer 2017 und Buschhaus et al. 2013) (Diklusive Schulentwicklung, Dr. Schulz)
Reflexion: Wie ist es in Ihrem Kollegium?
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