Zusammenfassung
Widerstand im Kollegium – Strategien für Schulleitungen im Umgang mit Verweigerung
Ausgangslage: Widerstand ist normal
- In jedem Kollegium gibt es „Motoren“, eine breite Mitte und eine kleine Gruppe von Verweigernden.
- Fokus der Schulleitung: Mitte stärken, Engagierte fördern, Blockaden begrenzen.
Berufsauffassungen verstehen
- Unterschiedliche Typen (u. a. nach Rauin, Schaarschmidt/Soretz) prägen Engagement.
- Beispiele: Entwicklungs-, Stabilisierung-, Problem-, Resignations-, Krisentyp.
- Führung wird wirksam, wenn Haltungen erkannt und adressiert werden.
Führungsprinzipien in der Schulentwicklung
- Partizipation sichern, Unterschiede akzeptieren, Reibungsverluste vermeiden.
- Nicht alle mitnehmen – aber viele erreichen.
- Engagierte sichtbar würdigen, gezielt entlasten, Überforderung vermeiden.
Widerstand produktiv wenden (Praxisbeispiele)
- Kritiker gezielt einladen → Perspektivwechsel, Akzeptanz steigt.
- Expertise anerkennen → konstruktive Mitarbeit in Öffentlichkeitsarbeit.
Steuerung & Umsetzung
- Steuergruppe nutzen, Vorhaben priorisieren, realistische Ressourcenplanung.
- Pilotphasen einplanen, sichtbare Meilensteine, kontinuierliche Reflexion.
Fazit
Setzen Sie auf klare Priorisierung, echte Beteiligung und gezielte Anerkennung. Laden Sie kritische Stimmen ein, ohne sich von ihnen lähmen zu lassen, und sichern Sie Fortschritt durch Steuergruppen, Piloten und transparente Erfolge.
Widerstand im Kollegium – Strategien für Schulleitungen im Umgang mit Verweigerung
In nahezu jedem Kollegium gibt es sie: Lehrkräfte, die sich engagiert in die Schulentwicklung einbringen – und solche, die neue Ideen eher als Zumutung empfinden. Für Schulleitungen bedeutet das eine dauerhafte Gratwanderung. Ihr Auftrag: die Weiterentwicklung der Schule voranzubringen. Doch wie gelingt das, wenn ein Teil des Kollegiums mauert?
Schulentwicklung braucht Mitwirkung – doch nicht alle ziehen mit
Widerstand ist normal – und berechenbar! In jeder Schule zeigt sich ein Spektrum an Engagement. Die Mehrheit der Kolleginnen und Kollegen bewegt sich im „Mittelfeld“: pragmatisch, offen, aber nicht überengagiert. Daneben gibt es:
- 10 % Motoren der Entwicklung: hochengagiert, vernetzt, mitreißend
- 10 % Verweigerer: dauerhaft unbeteiligt, kritisch, teils demotiviert
Als Schulleitung lohnt es sich, die Energie auf die breite Mitte und die Engagierten zu fokussieren. Wer nicht will, wird sich nicht ändern – aber er oder sie muss das System nicht blockieren.
Warum manche bremsen: Berufsauffassungen verstehen
Die Forschung zeigt: Viele Lehrkräfte bringen bestimmte Haltungen schon mit in den Beruf. Udo Rauin (2007) identifiziert z. B. Lehrpersonen, die den Beruf eher aus Notlösung oder Sicherheitsdenken wählen. Engagement für Schulentwicklung ist dort selten Teil des Selbstverständnisses.
Weitere Berufstypen definieren sich beispielsweise nach Uwe Schaarschmidt oder Friedrich Soretz:
- Entwicklungstyp: motiviert, innovativ, lernfreudig
- Stabilisierungstyp: pflichtbewusst, aber auf Routine bedacht
- Problemtyp: stark belastet, konfliktscheu
- Resignationstyp: enttäuscht, innerlich gekündigt
- Krisentyp: emotional erschöpft, instabil
Diese Typologie hilft, Kolleginnen und Kollegen besser einzuschätzen und individuell zu führen.
| Tipp |
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Führung in der Spannung: Zwischen Stärkenförderung und Loslassen
Zwei Beispiele aus der Praxis: Widerstand produktiv wenden
Was wirklich zählt: Pragmatisch, empathisch, strategisch
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