Alkohol gehört zum Alltag – auch in der Schule. Doch wie geht eine verantwortungsvolle Schulleitung damit um, wenn Gewohnheiten zur Belastung werden? Dieser Beitrag macht deutlich, warum der Umgang mit Alkohol im Kollegium nicht dem Zufall überlassen bleiben darf. Er zeigt, welche Verantwortung Führungskräfte für eine gesunde Schulkultur tragen – und wie sie Tabus erkennen, Haltung entwickeln und präventiv wirken können.

 

Warum Alkohol im Kollegium ein Führungsthema ist

Alkohol ist tief in der deutschen Alltagskultur verankert – vom „Feierabendbier“ bis zum Sekt bei der Verabschiedung im Lehrerzimmer. Dass dieses Konsummuster auch vor Schulen nicht Halt macht, ist wenig überraschend. Doch während Alkohol in vielen gesellschaftlichen Bereichen eine gewisse Normalität besitzt, wird der Konsum im beruflichen Kontext Schule selten offen thematisiert – obwohl hier eine besondere Vorbildfunktion besteht.

Für Schulleitungen ergibt sich daraus eine doppelte Verantwortung:

  • die eigene Haltung sichtbar zu machen und
  • auf Auffälligkeiten im Kollegium professionell zu reagieren.

Denn Alkoholmissbrauch am Arbeitsplatz ist nicht nur ein Gesundheits- und Fürsorgethema – er berührt auch die Qualität des Unterrichts, das Kollegiumsklima und das Vertrauen der Schulgemeinschaft.

 

Wenn Schweigen zur Normalität wird: Co-Alkoholismus im Kollegium

In vielen Fällen ist das Umfeld einer alkoholauffälligen Person längst informiert – ohne dass etwas geschieht. Es wird vertuscht, ausgeglichen, geschwiegen. Diese Form des Mittragens und Nichthandelns nennt man Co-Alkoholismus.

Typische Erscheinungsformen:

    Die Rolle der Schulleitung: Impulsgeberin für Veränderung

      Reflexionsfragen für die Schulleitung

            Zwischenbilanz: Haltung statt Kontrolle