Alkoholprobleme im Kollegium
Zusammenfassung
Alkoholprobleme im Kollegium – Wie Schulleitungen präventiv handeln können
Warum es ein Führungsthema ist
- Vorbildfunktion der Schule erfordert klare Haltung zum Konsum.
- Auswirkungen auf Unterrichtsqualität, Teamklima, Vertrauen der Schulgemeinschaft.
- Führung heißt: Haltung zeigen, professionell reagieren.
Co-Alkoholismus erkennen
- Bagatellisierung („Ist doch Privatsache“) und stilles Mittragen.
- Häufige Vertretungen und Ausgleichsleistungen im Team.
- Klatsch statt direkter Ansprache; Aufschub durch Unsicherheit der Leitung.
Kultur aktiv gestalten
- Erwartungen transparent machen (Feste, Verabschiedungen, Einladungen).
- Eigene Vorbildrolle reflektieren und sichtbar leben.
- Werte- und Gesundheitsdialog institutionalisieren (Konferenz, Steuergruppe).
Gespräche & Verfahren
- Frühzeitig klärende Gespräche mit klarer Zielsetzung.
- Unterstützungsangebote benennen (Beratung, Supervision, BGM).
- Verbindliche Absprachen dokumentieren; Grenzen und Konsequenzen aufzeigen.
Prävention in Strukturen verankern
- Hausregel/Leitlinie zum Umgang mit Alkohol bei schulischen Anlässen.
- Fortbildung zu Co-Abhängigkeit & kollegialer Verantwortung.
- Routinen zur Gesundheitsförderung in offiziellen Formaten.
Alkoholprobleme im Kollegium – Wie Schulleitungen präventiv handeln können
Alkohol gehört zum Alltag – auch in der Schule. Doch wie geht eine verantwortungsvolle Schulleitung damit um, wenn Gewohnheiten zur Belastung werden? Dieser Beitrag macht deutlich, warum der Umgang mit Alkohol im Kollegium nicht dem Zufall überlassen bleiben darf. Er zeigt, welche Verantwortung Führungskräfte für eine gesunde Schulkultur tragen – und wie sie Tabus erkennen, Haltung entwickeln und präventiv wirken können.
Warum Alkohol im Kollegium ein Führungsthema ist
Alkohol ist tief in der deutschen Alltagskultur verankert – vom „Feierabendbier“ bis zum Sekt bei der Verabschiedung im Lehrerzimmer. Dass dieses Konsummuster auch vor Schulen nicht Halt macht, ist wenig überraschend. Doch während Alkohol in vielen gesellschaftlichen Bereichen eine gewisse Normalität besitzt, wird der Konsum im beruflichen Kontext Schule selten offen thematisiert – obwohl hier eine besondere Vorbildfunktion besteht.
Für Schulleitungen ergibt sich daraus eine doppelte Verantwortung:
- die eigene Haltung sichtbar zu machen und
- auf Auffälligkeiten im Kollegium professionell zu reagieren.
Denn Alkoholmissbrauch am Arbeitsplatz ist nicht nur ein Gesundheits- und Fürsorgethema – er berührt auch die Qualität des Unterrichts, das Kollegiumsklima und das Vertrauen der Schulgemeinschaft.
Wenn Schweigen zur Normalität wird: Co-Alkoholismus im Kollegium
In vielen Fällen ist das Umfeld einer alkoholauffälligen Person längst informiert – ohne dass etwas geschieht. Es wird vertuscht, ausgeglichen, geschwiegen. Diese Form des Mittragens und Nichthandelns nennt man Co-Alkoholismus.
Typische Erscheinungsformen:
Die Rolle der Schulleitung: Impulsgeberin für Veränderung
Reflexionsfragen für die Schulleitung
Zwischenbilanz: Haltung statt Kontrolle
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