Dienstliche Gespräche gehören zum schulischen Alltag – ob im Feedbackprozess, bei Kritik, in Entwicklungsgesprächen oder zur Würdigung von Leistungen. Anders als spontane Tür-und-Angel-Kommunikation sind sie planbar, verantwortungsvoll zu steuern und entscheidend für ein gutes Miteinander.

Gerade wenn es um sensible Inhalte geht, lohnt sich eine professionelle Vorbereitung. Zwei bewährte Modelle helfen dabei: das SEER-Prinzip und der Golden Circle.

 

Das SEER-Prinzip: Vier Grundsätze für jedes Gespräch

Das SEER-Prinzip bietet eine kompakte Orientierung für die Gestaltung dienstlicher Gespräche. Die vier Prinzipien lauten:

  • Situationsadäquat: Gespräche finden im passenden Rahmen statt, die Beteiligten kennen Anlass und Ziel, Störungen werden vermieden.
  • Empathisch/menschlich: Eine wertschätzende Kommunikation steht im Mittelpunkt. Herabwürdigende Aussagen sind tabu.
  • Ergebnisorientiert: Ziel und Ergebnis werden zu Beginn geklärt und konsequent verfolgt.
  • Rechtlich einwandfrei: Gespräche orientieren sich an rechtlichen und verwaltungstechnischen Vorgaben.

Diese Prinzipien sorgen für Klarheit und Fairness – auch in schwierigen Gesprächen.

 

Rollen klären: Professionelle Distanz und klare Kommunikation

In kleinen Kollegien kommt es oft zu Rollenkonflikten, z. B. wenn sich Kolleginnen und Kollegen auch privat kennen. Dann hilft eine transparente Rollenklärung zu Beginn des Gesprächs.

Beispiel
„Wir sprechen heute als Schulleiter und Lehrkraft miteinander. Unsere private Beziehung hat in diesem Gespräch keinen Platz.“

Inhaltliche Position klären: Worum geht es genau?

    Das richtige Setting schaffen

      Der Golden Circle als Vorbereitungstool

        Checkliste zur Vorbereitung dienstlicher Gespräche