Schulleitungen sind zentrale Akteure im Aufbau und Erhalt von Netzwerken. Ihre Aufgabe geht über das Initiieren hinaus – sie müssen Beziehungen strategisch gestalten, rechtliche Rahmenbedingungen im Blick behalten und das Kollegium befähigen, Netzwerkarbeit selbstständig mitzutragen.

 

Kommunikationskompetenz: Der Schlüssel zur erfolgreichen Kooperation

Erfolgreiche Netzwerkarbeit hängt maßgeblich von gelungener Kommunikation ab. Dabei geht es nicht nur um pädagogische Sprache, sondern auch um den Austausch mit Akteuren aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Daher lohnt sich für Schulleitungen der Blick über den Tellerrand: Kommunikationsseminare außerhalb des Bildungssektors, z. B. an Volkshochschulen, bieten neue Perspektiven und Methoden.

Netzwerke planen – statt einfach loszulegen

Netzwerkarbeit ist ein strategischer Prozess. Ein durchdachter Fahrplan hilft, Ressourcen effizient zu nutzen und die Zusammenarbeit zielgerichtet zu gestalten. Folgende Fragen bieten Orientierung:

  • Was ist unser konkretes Schulentwicklungsziel?
  • Welcher Partner kann dazu einen Beitrag leisten?
  • Welche Formen der Zusammenarbeit sind realistisch und rechtlich möglich?
  • Wie sichern wir die Kooperation verbindlich ab (z. B. per Kooperationsvertrag)?
  • Wie und wann evaluieren wir die Zusammenarbeit?

 

Praxisbeispiel: Multiprofessionelle Teams zur Berufsorientierung
Eine Schule möchte die Berufsorientierung in den Abschlussjahrgängen verbessern. Dazu bildet sie ein multiprofessionelles Team aus Lehrkräften, Sozialarbeiter:innen, Eltern und Unternehmensvertreter:innen. Gemeinsam entwickeln sie:

  • Ein schulweites Konzept zur Berufsvorbereitung,
  • Unterstützungsangebote für Eltern,
  • Wöchentliche Praxistage für Schülerinnen und Schüler in regionalen Betrieben.

 

Bildungszentrum der Region: Schule als Lebens- und Lernort

Zukunftsweisende Schulen öffnen sich für ihre Umgebung – auch über den Unterricht hinaus. Denkbar sind:

    Fazit: Schule gestalten heißt Region gestalten