Warum Medienkonzepte mehr sind als IT-Pläne

Medienkonzepte gelten oft als bürokratische Pflichtaufgabe oder reine Technikplanung. Doch richtig verstanden sind sie ein zentrales Instrument zur Schulentwicklung. Ein gutes Medienkonzept beschreibt nicht nur, welche Geräte angeschafft werden sollen, sondern legt dar, wie digitale Medien pädagogisch sinnvoll eingesetzt werden. Es schafft Transparenz, Orientierung und dient der strategischen Steuerung schulischer Entwicklungsprozesse.

Was ein gutes Medienkonzept leisten muss

Ein wirkungsvolles Medienkonzept ist mehrdimensional. Es umfasst:

  • Pädagogisch-didaktische Zielsetzungen: Welche Kompetenzen sollen Schüler:innen erwerben? Wie verändern sich Unterricht und Lernkultur?
  • Technische Infrastruktur: Welche Ausstattung ist nötig (z. B. WLAN, Endgeräte, Präsentationstechnik)?
  • Fortbildung und Support: Welche Kompetenzen brauchen Lehrkräfte? Wer hilft bei technischen Fragen?
  • Organisationsentwicklung: Wie wird der Einsatz digitaler Medien strukturell im Schulalltag verankert?

Dabei gilt das „Primat des Pädagogischen“: Technik ist kein Selbstzweck, sondern soll konkrete Lernprozesse unterstützen.

Orientierung an der KMK-Strategie

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat mit ihrem Strategiepapier „Bildung in der digitalen Welt“ sechs Kompetenzbereiche definiert, die ein guter Ausgangspunkt für die Entwicklung oder Überarbeitung des Medienkonzepts sind. Diese reichen von Informationskompetenz bis zu Problemlösen mit digitalen Werkzeugen. Ein effektives Medienkonzept macht deutlich, wie diese Kompetenzen im Fachunterricht konkret gefördert werden sollen.

Hinweis
Das Strategiepapier „Bildung in der digitalen Welt““ der KMK finden Sie hier:

 

Der Weg zum schulischen Medienkonzept: Vier Schritte

1. Analysephase

          Medienkonzept als Teil der Schulentwicklung

            Fazit