Warum Elternberatung häufig misslingt

Elterngespräche geraten oft dann aus dem Ruder, wenn sie unstrukturiert verlaufen oder emotionale Dynamiken nicht aufgefangen werden. Typische Probleme:

  • Keine Vorbereitung: Gespräche entstehen spontan, Ziele sind unklar.
  • Private Gesprächsmuster: Lehrkräfte agieren wie im Familienalltag – nicht professionell distanziert.
  • Fehlende Gesprächskompetenz: Reaktionen auf Kritik oder Schweigen sind nicht eingeübt.
  • Keine Evaluation: Gespräche werden nicht reflektiert oder weiterentwickelt.

Das Ergebnis: Gespräche wirken zufällig – und verunsichern alle Beteiligten.

 

Strukturen schaffen: So wird Elternberatung zum festen Bestandteil der Schulkultur

Damit Elternberatung gelingen kann, braucht es mehr als individuelle Kompetenz. Die Schule muss Rahmenbedingungen schaffen, die Professionalität ermöglichen:

  • Vereinbarte Gesprächszeiten statt Tür-und-Angel-Situationen
  • Gesprächsleitfäden und Vorbereitungsbögen für Lehrkräfte
  • Räume und Zeiten für ruhige, ungestörte Gespräche
  • Klar kommunizierte Erwartungen an Gesprächsführung im Kollegium

Als Schulleitung sind Sie hier Vorbild: Wer als Leitung mit Eltern wertschätzend kommuniziert und dem Kollegium Rückhalt gibt, prägt eine professionelle Schulkultur.

 

Haltung: Professionelle Gesprächsführung als Schlüsselkompetenz

Wer Eltern professionell beraten will, muss seine Rolle klären: Lehrkräfte sind keine Freunde und keine Therapeutinnen, sondern Partnerinnen und Partner im Bildungsprozess. Diese Haltung zeigt sich:

      Schwierige Gesprächssituationen souverän meistern

                Eltern einbinden: Beteiligung bewusst gestalten

                      Fazit: Elternberatung als Bestandteil einer lernenden Schulkultur