Was Mobbing eigentlich ist

Mobbing in der Schule ist mehr als bloße Konflikte oder gelegentliche Sticheleien. Es handelt sich um systematische Ausgrenzung, die über einen längeren Zeitraum andauert. Typisch sind:

  • wiederholte Beleidigungen oder Gerüchte
  • soziale Isolation
  • häufig subtiler Ausschluss vom Klassenleben

Der Unterschied zu einem „normalen“ Streit liegt vor allem in der Wiederholung, der sozialen Schieflage und der Ohnmacht des Opfers.

„Einige Schüler verhalten sich über einen längeren Zeitraum ausgrenzend und erniedrigend gegen immer dieselbe Person (oder kleine Gruppe), die, auf sich selbst gestellt, nicht aus der Opferrolle herausfindet.“

(Dambach, K. (2013). Mobbing in der Schulklasse diagnostizieren. In: Starke Lehrer – Starke Schule. RAABE, S. 2)

 

Psychischer Schmerz ist real – und sichtbar. Neurowissenschaftliche Studien zeigen: Psychischer Schmerz aktiviert die gleichen Areale im Gehirn wie körperlicher Schmerz. Lehrkräfte und Schulleitungen müssen daher psychische Belastungen ebenso ernst nehmen wie sichtbare Verletzungen. Besonders herausfordernd ist dabei, dass sich viele Mobbinghandlungen dem Blick von Erwachsenen entziehen – sie passieren auf dem Pausenhof, auf dem Schulweg oder online.

 

Gruppendynamik verstehen – Rollen in der Klasse erkennen

In jeder Schulklasse bilden sich Rollen heraus: Gruppenführer:innen, Mitläufer:innen, Zuschauer:innen und Außenseiter:innen. Diese Rollen sind oft stabil und schwer zu durchbrechen. Wer einmal ausgegrenzt ist, bleibt es oft über Monate oder sogar Jahre hinweg. Gerade in neu zusammengesetzten Klassen beginnt ein intensiver Prozess der Rollenzuweisung, der für Außenstehende kaum sichtbar ist.

 

Typische Reaktionsmuster von Mobbing-Opfern

      Intervention im akuten Fall: Erste Schritte für die Schulebene

        Prävention: Eine Kultur des sozialen Lernens entwickeln