Der erste Tag im neuen Amt ist oft mit einem Gefühl von Spannung und Ungewissheit verbunden. Sie stehen im Mittelpunkt, müssen erste Entscheidungen treffen und währenddessen Ihre Rolle neu definieren. Gerade für neue Mitglieder der erweiterten Schulleitung ist es wichtig, nicht sofort mit Aktionismus zu starten, sondern Schritt für Schritt klug vorzugehen. Dieser Beitrag gibt Ihnen Orientierung für die ersten Wochen.

 

Eigene Ressourcen erkennen: Die persönliche Bestandsaufnahme

Bevor Sie als Leitungskraft gestalten, sollten Sie sich Ihrer eigenen Stärken, Prägungen und Grenzen bewusst sein. Was bringen Sie mit? Wo sehen Sie Entwicklungspotenzial? Nutzen Sie dazu gerne eine strukturierte Checkliste (eine Vorlage finden Sie am Ende dieses Artikels). Ob Sie eher pragmatisch starten oder gleich die Herausforderungen suchen – entscheiden Sie bewusst, wo Ihre Energie am besten eingesetzt ist.

Tipp
Beginnen Sie mit Aufgaben, bei denen Sie Sicherheit verspüren, und erweitern Sie Ihren Radius sukzessive. So schaffen Sie Vertrauen bei anderen – und bei sich selbst.

 

Den Rahmen verstehen: Dokumentenanalyse

Verschaffen Sie sich einen fundierten Überblick über interne Strukturen, Ziele und Themen der Schule. Besonders hilfreich sind:

  • Zielvereinbarungen mit der Schulaufsicht
  • Schulprogramm & Inspektionsberichte
  • Protokolle von Konferenzen und Gremien
  • Ergebnisse zentraler Lernstandserhebungen (z. B. VERA)

Diese Analyse ersetzt nicht Ihre Beobachtungen, liefert aber erste Hypothesen über Potenziale, Probleme und Kommunikationskultur.

 

Atmosphäre schnuppern: Erste Eindrücke nutzen

Wenn Sie neu an der Schule sind, lohnt sich ein Rundgang in Ruhe – am besten außerhalb des Unterrichts. Was fällt Ihnen auf? Wo sehen Sie Handlungsbedarf, wo Positives? Notieren Sie Ihre Beobachtungen. Und vor allem: Kommen Sie als Mensch, nicht als Funktionsträger.

Wenn Sie intern aufsteigen: Rolle neu definieren