Mentoring in schulischen Bezugssystemen
Zusammenfassung
Beratung und Mentoring in schulischen Bezugssystemen
Rollen klären und Vorbild sein
- Ausbildende prägen durch ihr Zuhören, ihre Rückmeldungen und ihren Umgang mit Fehlern das professionelle Handeln angehender Lehrkräfte.
- Beratung sollte Entwicklung ermöglichen, statt vorschnell zu bewerten oder fertige Lösungen vorzugeben.
- Die gleichzeitige Beratungs- und Bewertungsrolle muss von Beginn an transparent benannt werden.
Sicher in verschiedenen Bezugssystemen handeln
- Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst bewegen sich zwischen Seminar, Schule, Kollegium, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern.
- Unterschiedliche Erwartungen und bilaterale Absprachen können Unsicherheit, Missverständnisse und Misstrauen erzeugen.
- Gemeinsame Gespräche, schriftliche Vereinbarungen und offengelegte Bewertungskriterien schaffen Orientierung.
Stärken erkennen und Entwicklung fördern
- Ein Vertrauensvorschuss erleichtert es, die Beweggründe hinter einem Verhalten zu verstehen und Schwierigkeiten offen anzusprechen.
- Differenzierte Rückmeldungen zeigen, was bereits gelingt und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.
- Die Erhebung der Startkompetenzen macht methodische, soziale und persönliche Ressourcen sichtbar.
Ausbildungspläne sinnvoll einsetzen
- Bei verpflichtenden Ausbildungsplänen müssen Anforderungen, Zielbereiche und Bewertungskriterien klar ausgewiesen werden.
- Freiwillige Ausbildungspläne richten sich nach den selbst gewählten Zielen der angehenden Lehrkraft und bleiben bewertungsfrei.
- Ein oder zwei konkrete Entwicklungsfelder sowie kleine, beobachtbare Lernschritte sind nachhaltiger als schnelle Patentlösungen.
Fazit
Professionelle Lehrkräfteausbildung verbindet klare Anforderungen mit transparenter Kommunikation und einer wertschätzenden Beratung. Ausbildende fördern nachhaltige Entwicklung, wenn sie Stärken sichtbar machen, Beteiligung ermöglichen und sichere Lernräume schaffen.
Mentoring in schulischen Bezugssystemen – So begleiten Sie angehende Lehrkräfte in komplexen Konstellationen
Mentoring in schulischen Bezugssystemen bedeutet, angehende Lehrkräfte in einem komplexen Geflecht aus Seminar, Schule, Kollegium, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern zu begleiten. Besonders anspruchsvoll sind dabei trianguläre Systeme: Drei Beteiligte stehen miteinander in Beziehung, kommunizieren aber nicht immer direkt oder verfolgen unterschiedliche Erwartungen. So können Missverständnisse, Unsicherheiten und Spannungen entstehen – vor allem dann, wenn Beratung und Bewertung eng miteinander verbunden sind.
Wie können Ausbildende in solchen Konstellationen Orientierung geben, Vertrauen aufbauen und Entwicklung ermöglichen?
Der Artikel zeigt, warum klare Rollen, transparente Kommunikation und eine stärkenorientierte Beratung entscheidend für eine professionelle Ausbildung sind.
Ausbildende sind Vorbilder
Die Herausforderung triangulärer Bezugssysteme
Vier Grundsätze für konstruktives Handeln in triangulären Systemen
Mit Startkompetenzen beginnen
Ausbildungspläne: Beratung und Bewertung unterscheiden
Ausbildung braucht sichere Lernräume
Material
Fortbildungen und Webinare
Keine Fortbildungen & Webinare zugeordnet.





