Angehende Lehrkräfte übernehmen früh Verantwortung im Unterricht, in der Klassenführung und in der Zusammenarbeit mit Kollegium und Eltern. Gleichzeitig befinden sie sich selbst noch in einer intensiven Professionalisierungsphase. Für Schulleitungen, Ausbildungsbeauftragte sowie Mentorinnen und Mentoren entsteht daraus eine anspruchsvolle Aufgabe: Sie sollen Orientierung geben, Entwicklung fördern, Rückmeldung leisten und zugleich Anforderungen transparent machen.

Gerade im Vorbereitungsdienst treffen viele Erwartungen gleichzeitig aufeinander. Umso wichtiger ist eine Begleitung, die nicht nur bewertet, sondern Lernprozesse strukturiert, Unsicherheiten einordnet und die berufliche Selbstwirksamkeit stärkt.

Der folgende Artikel zeigt, wie Schulen angehende Lehrkräfte professionell begleiten können, warum Beratung und Bewertung klar unterschieden werden müssen und welche Rolle Schulleitung, Ausbildungsbeauftragte und Mentoren dabei einnehmen.

 

Die besondere Situation von Lehrkräften im Vorbereitungsdienst

Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst bewegen sich in einem dichten Geflecht aus Erwartungen, Beobachtungen und Rückmeldungen. Sie sollen Unterricht planen, Lerngruppen führen, Leistungen einschätzen, Beziehungen gestalten und zugleich ihre eigene berufliche Rolle entwickeln.

Dabei treffen unterschiedliche Perspektiven aufeinander: Mentorinnen und Mentoren begleiten im Schulalltag, Ausbildungsbeauftragte strukturieren die schulische Ausbildung, Seminarleitungen setzen fachliche und pädagogische Standards, Schulleitungen beobachten Entwicklung und Kollegium, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler reagieren direkt auf das konkrete Handeln der angehenden Lehrkraft.

Diese Gleichzeitigkeit erzeugt häufig Druck. Besonders belastend wird es, wenn Erwartungen nicht übereinstimmen oder Rückmeldungen widersprüchlich erlebt werden. Hier braucht es in der Schule klare Kommunikation, verlässliche Zuständigkeiten und eine Begleitung, die Orientierung gibt.

Perspektivwechsel als Grundprinzip guter Begleitung

Eine professionelle Begleitung beschränkt sich nicht darauf, Fehler zu benennen oder Ursachen zu suchen. Sie hilft angehenden Lehrkräften, Situationen aus mehreren Blickwinkeln zu betrachten: aus der Sicht der Lernenden, aus der Perspektive von Mentoren oder Kollegium und aus der eigenen professionellen Rolle heraus.

Dieser Perspektivwechsel ist für die Ausbildung besonders wertvoll. Er fördert ein differenzierteres Verständnis von Unterricht, Beziehung und Kommunikation und eröffnet neue Handlungsmöglichkeiten. Gerade in konflikthaften oder unübersichtlichen Situationen verhindert er vorschnelle Zuschreibungen und unterstützt eine reflektierte Praxis.

    Was gute Begleitung im Schulalltag auszeichnet

        Wie ein erstes Beratungsgespräch aufgebaut sein kann

            Wenn Belastungen über den pädagogischen Rahmen hinausgehen

            Fazit