Zusammenfassung
Deep Dive in der Schule – Kreative Methode, um Schulentwicklung anzugehen
Herausforderung Entscheidungsprozesse
- Konferenzen stoßen an Grenzen: wenige Wortführer:innen, passive Mehrheit
- Ergebnisse verschwinden oft im Protokoll
- Potenzial kollektiver Intelligenz bleibt ungenutzt
Die Deep-Dive-Methode
- Ursprünglich aus der Innovationsarbeit
- Jede Stimme wird gehört, Ergebnisse sind sofort dokumentiert
- Eignet sich ab ca. zwölf Personen
Ablauf in Phasen
- Sammeln: Ideen auf Postern oder digitalen Whiteboards
- Rotieren: Kolleg:innen geben Feedback und Impulse
- Überarbeiten: Ergebnisse weiterentwickeln
- Präsentieren: Kurze Vorstellung der Resultate
Digitale Unterstützung
- Whiteboards und Umfragetools für große oder hybride Kollegien
- Dokumentation durch Fotos oder digitale Ablage
- Transparenz durch Follow-up-Meetings
Rechtliche und pädagogische Basis
- Partizipation ist gesetzlich vorgeschrieben
- Verbessert Schulklima und Entscheidungsqualität
- Stärkt Identifikation mit der Schule
Nachhaltigkeit sichern
- Ergebnisse verbindlich festhalten
- Verantwortlichkeiten klar regeln
- Vertrauen durch offene Kommunikation schaffen
Fazit
Deep Dive führt zu demokratischeren, effizienteren und nachhaltigeren Entscheidungen. Schulleitungen gewinnen motivierte Kollegien, tragfähige Beschlüsse und eine lebendige Beteiligungskultur.
Deep Dive in der Schule – Kreative Methode, um Schulentwicklung anzugehen
Schulentwicklung lebt von guten Ideen – und von Entscheidungen, die alle mittragen. Gerade Schulleitungen stehen vor der Frage: Wie lassen sich Kollegien so einbinden, dass nicht nur wenige Stimmen den Ton angeben? Klassische Konferenzen stoßen hier schnell an Grenzen: Dominante Wortführerinnen und -führer, eine schweigende Mehrheit, Ergebnisse, die im Protokoll verschwinden.
Die Deep-Dive-Methode bietet einen Ausweg. Ursprünglich aus der Innovationsarbeit stammend, ermöglicht sie, viele Perspektiven einzubeziehen, kreative Ideen sichtbar zu machen und tragfähige Beschlüsse zu fassen.
Ihr Vorteil: Jede Stimme wird gehört, die Ergebnisse sind sofort dokumentiert und nutzbar. Für Schulleitungen bedeutet das demokratischere und nachhaltigere Entscheidungen – mit größerer Identifikation und schnellerer Umsetzung.
Typische Stolperfallen vermeiden
Häufig prägen drei Probleme Entscheidungsprozesse:
- Dominanz einzelner Stimmen
- Passivität vieler Kolleg:innen
- Mangelnde Transparenz
So bleibt das Potenzial kollektiver Intelligenz ungenutzt. Deep Dive sorgt dafür, dass alle beteiligt sind und Ergebnisse verbindlich weiterbearbeitet werden.
| Wichtig: Die Rechtliche und pädagogische Basis |
| Partizipation ist pädagogisch sinnvoll und rechtlich vorgeschrieben. Sie verbessert das Schulklima, steigert die Qualität der Entscheidungen und stärkt die Identifikation mit der Schule. Damit Deep Dive funktioniert, ist eine Mindestgröße von ca. zwölf Personen sinnvoll. |
Ablauf und Umsetzung
Stellen Sie sich vor, Sie möchten mit Ihrem Kollegium über ein neues Medienkonzept entscheiden. Wenn nur die technikaffinen Lehrkräfte am Tisch sitzen, bekommen Sie zwar viele gute Ideen – aber andere Perspektiven fehlen. Mit der Deep-Dive-Methode stellen Sie sicher, dass alle Lehrkräfte, unabhängig von ihrer Vorerfahrung, gleichberechtigt ihre Sichtweisen einbringen können. So entstehen tragfähige und breit akzeptierte Entscheidungen.
Die Methode verläuft in klaren Phasen:
- Gruppenarbeit: Ideen werden auf Postern oder digitalen Whiteboards gesammelt.
- Wechsel: Mitglieder rotieren, geben Feedback und nehmen Impulse zurück.
- Überarbeitung: Poster werden ergänzt und weiterentwickelt.
- Präsentation: Ergebnisse werden kurz vorgestellt.
Nachhaltigkeit sichern
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