Zusammenfassung
Gewaltfreie Kommunikation im Schulalltag – Praxistipps für Lehrkräfte und Schulleitungen
Warum GfK für Schulleitungen zählt
- Haltung statt Methode: Empathie, Wertschätzung, Dialog
- Vorbildwirkung der Schulleitung prägt Kommunikationskultur
- GfK stärkt Beziehungsqualität und reduziert Eskalationen
Klassenzimmer: vom Autoritätsreflex zur Lernförderung
- Negativ: pauschale Zuschreibungen, Bloßstellung vor der Klasse
- Positiv: beobachtend sprechen, Bedürfnisse benennen, konkrete Bitte formulieren
- Effekt: Selbstwirksamkeit, Vertrauensaufbau, Lernfokus
Schulhof: Konflikte strukturiert deeskalieren
- Negativ: Sanktion ohne Ursachenklärung → Misstrauen
- Positiv: ruhige Ansprache, Perspektivübernahme, gemeinsame Lösungssuche
- Gewinn: Vorbildfunktion Älterer aktivieren, Regeln ko-konstruktiv festigen
Mediation: Rahmen für Verantwortung und Versöhnung
- Setting: beide Seiten schildern, respektvolle Gesprächsregeln
- Werkzeuge: Gefühle/Bedürfnisse offenlegen, Wirkung statt Schuld
- Ergebnis: Einsicht, Entschuldigung, verbindliche Vereinbarung
Implementierung im Kollegium
- GfK-Schulungen und kollegiale Fallberatung verankern
- Checklisten/Leitfäden (z. B. „Checkliste GfK im Klassenzimmer“) bereitstellen
- Rituale: Ich-Botschaften, wertschätzendes Feedback, Gesprächsnachbereitung
Gewaltfreie Kommunikation im Schulalltag – Praxistipps für Lehrkräfte und Schulleitungen
Konflikte gehören zum Schulalltag – ob auf dem Pausenhof, im Klassenzimmer oder im Kollegium. Entscheidend ist, wie wir mit ihnen umgehen.
Die Gewaltfreie Kommunikation (GfK) nach Marshall B. Rosenberg bietet Lehrkräften und Schulleitungen wertvolle Werkzeuge, um respektvolle Dialoge zu fördern und ein empathisches Miteinander zu gestalten. Mit einer Haltung, die auf Verständnis statt Strafe setzt, kann GfK das Schulklima nachhaltig positiv verändern.
Die folgenden Beispiele aus dem schulischen Alltag zeigen, dass die GfK mehr ist als eine Methode – sie ist eine Haltung, die auf Empathie, Respekt und wertschätzendem Dialog basiert.
Gewaltfreie Kommunikation auf dem Schulhof
Wie lassen sich Konflikte zwischen Schülerinnen und Schülern konstruktiv lösen?
Der Schulhof ist ein Ort, an dem Konflikte häufig spontan und laut eskalieren können. Gerade in solchen Momenten spielt die Haltung der Lehrkraft oder der Schulleitung eine entscheidende Rolle, um die Situation schnell zu entschärfen und gleichzeitig langfristig eine respektvolle Kommunikation zu etablieren.
Praxisbeispiel: Konflikt zwischen jüngeren und älteren Lernenden
| Die Situation |
| Ein Fünftklässler beschimpft und beleidigt Zehntklässler auf dem Schulhof. |
Mögliche Reaktion
Die Lehrkraft hört die Beleidigungen und spricht den Schüler in einer autoritären Weise an: „Du bist in der Klasse 5 und solltest mehr Respekt vor älteren Schülern zeigen. So geht das nicht! Du wirst mit deinen Eltern sprechen müssen.“
Mediationsgespräche: Konflikte durch Gewaltfreie Kommunikation schlichten
Fazit
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