Eine stellvertretende Schulleitung einzuarbeiten ist mehr als eine Begrüßung. Es ist die Aufgabe, ein neues Mitglied in ein eingespieltes Schulleitungsteam einzubinden, Verantwortung neu zu verteilen und gleichzeitig die Kontinuität der Schule zu sichern.

Für die Person selbst ist es ein Rollenwechsel: Aus der Lehrkraft wird ein Mitglied der Schulleitung mit Personalverantwortung, Außenwirkung und ständiger Vertretungsfunktion. Wie professionell dieser Übergang gelingt, entscheidet darüber, wie tragfähig die Zusammenarbeit der nächsten Jahre wird – und welche Spielräume die Schulleitung für Schulentwicklung gewinnt.

Der Druck auf Schulleitungen ist erheblich. Die → Cornelsen Schulleitungsstudie 2025 zeigt: Mehr als die Hälfte der befragten Schulleitungen berichtet von akutem Lehrkräftemangel; an Schulen in herausfordernder Lage sind es rund zwei Drittel. Erstmals rangiert das Thema Gesundheit – von Lehrkräften wie Schülerinnen und Schülern – auf Platz zwei der dringlichsten Herausforderungen. Ergänzend belegen Befragungen aus Berlin und Hamburg (→ Arbeitspapier Nr 9 zur Arbeitsbelastung Berliner und Hamburger Lehrkräfte, Dezember 2025), dass Schulleitungen regelmäßig oberhalb der Belastungsgrenze arbeiten. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie unter diesen Bedingungen eine neue Stellvertretung so einarbeiten, dass beide Seiten profitieren.

 

Anforderungen transparent machen – Aufgaben strukturieren

    Aufgaben priorisieren und delegieren

    Geschäftsverteilungsplan – das rechtliche Steuerungsinstrument

      Digitale Verantwortung: Wichtiger denn je

        Den Alltag gemeinsam stemmen – tragfähige Kommunikation

        Ziele festlegen – Schulentwicklung gemeinsam gestalten

        100-Tage-Plan für die Schulleitung

          Fazit: Gute Einarbeitung schafft tragfähige Schulleitung