Zusammenfassung
PISA: Micha Pallesche über Bildungsmonitoring, Wohlbefinden und KI
Bildungsgerechtigkeit als zentrale Herausforderung
- Die PISA-Ergebnisse lenken den Blick auf sinkende Kompetenzen und die weiterhin enge Verbindung zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft.
- Micha Pallesche plädiert dafür, stärker in frühe Bildung und tragfähige Grundlagen zu investieren.
- Internationale Beispiele zeigen aus seiner Sicht, wie Bildungsmonitoring und eine langfristige Förderung zusammenspielen können.
Schulentwicklung mit Daten und Wohlbefinden verbinden
- Leistungsdaten allein reichen für Pallesche nicht aus, um schulische Entwicklung angemessen zu steuern.
- Daten aus Lernstandserhebungen und Prüfungen sollten genutzt werden, um konkrete pädagogische Maßnahmen abzuleiten.
- Auch das schulische Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler sollte bei der Analyse von Lernbedingungen berücksichtigt werden.
Individuelle Förderung zwischen Lesekompetenz und KI
- Unterschiedliche Lernstände und sprachliche Voraussetzungen stellen Schulen vor wachsende Herausforderungen.
- Pallesche beschreibt die gezielte Förderung von Lesen und Schriftspracherwerb als einen Ansatz seiner Schule.
- Künstliche Intelligenz könnte künftig dabei unterstützen, Lernstände differenzierter zu erfassen und individuelle Lernwege vorzuschlagen.
Basiskompetenzen in sinnvollen Lernsettings stärken
- Basiskompetenzen müssen nicht ausschließlich über klassische Übungsformate vermittelt werden.
- Projektartige Lernsettings können fachliche Grundlagen mit konkreten Anwendungssituationen und Sinnhaftigkeit verbinden.
- Für Schulleitungen empfiehlt Pallesche unter anderem fachübergreifende Leseförderung sowie die Zusammenarbeit mit externen Partnern.
Fazit
PISA ist für Micha Pallesche nicht nur Anlass, über Leistungswerte zu diskutieren, sondern Schule grundsätzlich weiterzudenken. Entscheidend sind aus seiner Sicht eine datenbasierte Schulentwicklung, gezielte Förderung, sinnvolle Lernsettings und ein stärkerer Blick auf die individuellen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler.
Im Gespräch: Konsequenzen aus PISA für Schulen
![]() © privates Foto von Micha Pallesche Die aktuellen PISA-Ergebnisse werfen erneut die Frage auf, wie Schulen Basiskompetenzen stärken, mit zunehmender Heterogenität umgehen und Lernen nachhaltig weiterentwickeln können. Im Interview spricht Micha Pallesche darüber, warum Bildungsmonitoring dabei eine zentrale Rolle spielt, weshalb schulisches Wohlbefinden stärker berücksichtigt werden sollte und welche Möglichkeiten er in neuen Lehr-Lern-Settings und künstlicher Intelligenz sieht.Das Interview wurde am 30. September 2026 geführt. Micha Pallesche ist Leiter der vielfach ausgezeichneten Ernst-Reuter-Schule in Karlsruhe und Mitglied des Fachbeirats von Schulleitung Online. Darüber hinaus ist er BMBF-Experte und Programmleiter für den Bereich Schule der LEARNTEC. In seiner Arbeit beschäftigt er sich intensiv mit Schulentwicklung, einer Kultur der Digitalität und zeitgemäßen Formen des Lehrens und Lernens. |
PISA 2025 und Bildungsgerechtigkeit: Wo Schulen ansetzen können
Bildungsmonitoring und Wohlbefinden: Schulentwicklung mit Daten steuern
Heterogenität, Leseförderung und KI: Individuelle Förderung neu denken
Basiskompetenzen sinnvoll stärken: Neue Lernsettings für die Schulpraxis
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