Bewertung bleibt menschlich, auch mit KI
Zusammenfassung
Bewertung bleibt menschlich – auch mit KI
KI als Steuerungsaufgabe der Schulleitung
- KI ist im Schulalltag angekommen und betrifft Unterricht, Bewertung und Organisation
- Für Schulleitungen ist KI keine Tool-, sondern eine Haltungs- und Qualitätsfrage
- Unkritische Nutzung kann Mündigkeit und Urteilskraft gefährden
- Pädagogische Bewertung bleibt Kern professionellen Handelns
KI-Mündigkeit systematisch entwickeln
- Schulen müssen KI-Kompetenz gezielt und curricular verankern
- Reflexionsfragen fördern Urteilsfähigkeit bei Lernenden und Lehrkräften
- KI soll unterstützen, nicht fachliche Verantwortung ersetzen
Kompetenzen steuern und absichern
- Fokus liegt auf reflektierter Anwendung statt Technikbeherrschung
- Transparenz, Dokumentation und Quellenkritik sind zentrale Lernziele
- Schulleitungen sichern Qualität durch klare schulische Leitlinien
Leistungsbewertung weiterdenken
- Alternative Prüfungsformate erhöhen Transparenz und Fairness
- Kolloquien und Reflexionsanteile machen Verständnis sichtbar
- Prävention gelingt besser durch kluge Aufgabenformate als durch Verbote
Fazit
KI wird Schule dauerhaft begleiten, ersetzt aber keine pädagogische Urteilskraft. Schulleitungen, die KI strategisch und reflektiert verankern, stärken Qualität, Mündigkeit und Vertrauen.
Bewertung bleibt menschlich, auch mit KI – Pädagogische Verantwortung im Umgang mit Künstlicher Intelligenz
Ein häufiger Vorwurf lautet, KI mache Menschen bequemer und weniger kritisch: Sie nehme Denkarbeit ab und verleite dazu, Ergebnisse ungeprüft zu übernehmen.
Dieses Risiko besteht. Gleichzeitig greift diese Sicht zu kurz. Für Schulleitungen stellt sich KI nicht primär als Werkzeugfrage, sondern als Steuerungs‑, Haltungs‑ und Qualitätsfrage. KI kann schulische Prozesse, Unterrichtsvorbereitung, Leistungsbewertung und Kommunikation nachhaltig verändern – mit positiven wie problematischen Folgen.
Gerade deshalb darf ihr Einsatz nicht beiläufig erfolgen. Im Extremfall droht ein Verlust von Mündigkeit, wenn Lernende wie Lehrkräfte sich in einem vermeintlich sicheren „KI‑Tunnel“ bewegen und Ergebnisse nicht mehr fachlich, didaktisch und ethisch prüfen.
Warum Bewertung menschlich bleiben muss
So leistungsfähig KI auch ist: Sie ersetzt keine pädagogische Urteilskraft. KI‑Output kann werten, verzerren, manipulieren, stereotype Rollenbilder reproduzieren oder durch technische Umgehungen (z. B. Jailbreaks) verfälscht werden. Zudem handelt KI nicht intentional. Verantwortung tragen immer Menschen – für die Entscheidung, KI einzusetzen, ebenso wie für den Umgang mit ihren Ergebnissen.
| Was sind Jailbreaks? |
| Als Jailbreaks bezeichnet man das Umgehen von ethischen Richtlinien durch Schwachstellen im KI-System. |
Für Schulen bedeutet das: Bewertung, Rückmeldung und Leistungsfeststellung bleiben Kern professionellen Handelns. Lehrkräfte müssen KI‑Ergebnisse einordnen und fachlich bewerten können. Das setzt Kompetenz voraus – und Rückhalt durch eine klare schulische Linie.
Da KI‑Systeme dynamisch sind und sich kontinuierlich verändern, kann es keine statischen Regeln geben. Ziel muss eine konstruktive, aber konsequent kritische Nutzung sein, die pädagogische Maßstäbe wahrt.
KI‑Mündigkeit als schulisches Entwicklungsziel
Schulleitungen haben die Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen KI‑Kompetenz systematisch aufgebaut wird. Dazu gehört, KI nicht nur als Effizienzgewinn zu betrachten, sondern als Anlass zur Reflexion über Lernen, Leistung und Verantwortung.
Wie gehen Lehrkräfte vor, wenn KI-Produkte als eigene Leistung ausgegeben werden?
Wann ist der Einsatz von KI im Unterricht sinnvoll?
KI und Bewertung in der Schule: Nutzen Sie alternative Leistungsformate
Fazit
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