Schulen sind täglichen Veränderungen unterworfen: Die Schülerschaft wird immer heterogener und die Schülerinnen und Schüler bringen individuelle Lernausgangsvoraussetzungen, Lernbedürfnisse, Interessen und Begabungen mit. Insbesondere in Schulen, die am Startchancen-Programm teilnehmen, ist der Bedarf an individueller Unterstützung oft hoch und die Schulen stellen sich häufig die Frage, wie sie Bildungsungerechtigkeiten noch besser ausgleichen können.

Immer mehr Schulen setzen dabei auf ein multiprofessionelles Team, das neben den Lehrkräften u. a. auch aus Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern, Fachkräften aus der Logopädie, Ergotherapie sowie weiteren pädagogischen Fachkräften besteht. Auch in Schulen mit einem Ganztagsangebot arbeiten häufig Menschen aus unterschiedlichen Berufsgruppen zusammen.

Besonders in Schulen, die erfolgreich inklusiv arbeiten, sind Kooperationen häufig systematisch und auf hohem Niveau zu finden.

Eine Rahmenbedingung hierfür sind laut Huber (2018) die Schulleitungen. Sie sind diejenigen, die Schulentwicklungsprozesse auch hinsichtlich der Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams verankern. Dabei kann die Zusammenarbeit auf unterschiedlichen Ebenen stattfinden – beispielsweise im Unterricht, in der Steuergruppe oder mit außerschulischen Partnerinnen und Partnern. Darüber hinaus sind verschiedene Intensitätsstufen der Zusammenarbeit denkbar – von einem eher unverbindlichen Austausch bis hin zur Ko-Konstruktion und gemeinsamen Durchführung von Unterricht und Angeboten (vgl. Müller & Kuhl 2021, o. S.).

Eine erfolgreiche Zusammenarbeit im multiprofessionellen Kontext bedeutet dabei auch, dass die Eltern sowie die Schülerinnen und Schüler als Teil des Teams einbezogen werden.

 

Was ist eigentlich multiprofessionelle Zusammenarbeit?

    Chancen der multiprofessionellen Zusammenarbeit

          Herausforderungen der multiprofessionellen Zusammenarbeit

              Führung gestalten: Wie Schulleitungen multiprofessionelle Teamarbeit fördern

                  Im Gespräch bleiben: Kommunikations- und Reflexionsstrukturen

                        Fazit