Der Whole School Approach zeigt, wie Schulen Nachhaltigkeit nicht nur lehren, sondern leben können. Er verbindet Wissen, Haltung und Handeln und macht Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu einem gemeinschaftlichen Prozess.

Wenn Lehrkräfte, Lernende und die gesamte Schulgemeinschaft Verantwortung übernehmen, entsteht eine Kultur des Mitgestaltens – und Nachhaltigkeit wird vom Unterrichtsprinzip zur gelebten Schulrealität.

 

Wir sind nur wirksam, wenn wir (vor-)leben, was wir lehren

Der Whole School Approach (WSA) gilt als besonders wirksamer Ansatz, um gemeinsames nachhaltiges Handeln in Bildungseinrichtungen zu fördern. Wie die Untersuchung von Grund & Brock im Nationalen Monitoring zu Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zeigt, entfaltet ein WSA in Schulen einen hohen Wirkungsgrad: Lernende und Lehrende entwickeln gemeinsam Strukturen, in denen Nachhaltigkeit nicht nur gelehrt, sondern gelebt wird.

Wissen allein reicht nicht

Wir alle wissen, dass Süßigkeiten ungesund sind und Fliegen dem Klima schadet – und tun es trotzdem. Dieses Handeln wider besseres Wissen zeigt sich in vielen Lebensbereichen – auch in der Schule.

Im Erdkundeunterricht lernen Schülerinnen und Schüler, warum „Fast Fashion“ Mensch und Umwelt schadet, kaufen aber am Nachmittag neue T-Shirts. Im Hauswirtschaftsunterricht erfahren sie, dass Fleischkonsum problematisch ist, während es in der Mensa nur Fleisch und Pommes gibt. Lehrkräfte ermutigen Kinder, mit dem Fahrrad zu kommen, fahren aber selbst mit dem Auto – ebenso wie viele Eltern, die ihre Kinder aus Sicherheitsgründen bis vor das Schultor bringen.

Oft fragt man sich, ob Unterricht überhaupt etwas bewirkt, wenn Wissen nicht zu entsprechendem Verhalten führt.

Die Intentions-Verhaltenslücke
Zwischen Wissen und Handeln liegt also ein Graben – die Intentions-Verhaltenslücke (IVL). Um diesen zu überwinden, braucht es Wissen über die Lücke und Strategien, sie zu schließen.

Statistiken zeigen, dass solche Widersprüche zahlreich sind. Zwar haben viele gute Absichten, doch das tatsächliche Verhalten bleibt oft weit dahinter zurück – etwa beim Einkauf hinsichtlich CO₂-Bilanz, Markenverantwortung oder Arbeitsbedingungen.

Es braucht keine neuen Themen, sondern ganzheitliche Konzepte

Der Whole School Approach als Rahmen

      Fazit

      Literatur