Zusammenfassung
Förderung von Lehrkräften strategisch planen – Grundlagen, Ziele und erste Schritte
Fortbildung als Motor der Schulentwicklung
- Fort- und Weiterbildung ist zentrale Voraussetzung für gelingende Schulentwicklung.
- Ohne gezielte Förderung des Kollegiums bleiben Innovationen meist oberflächlich.
- Schulleitungen übernehmen in eigenverantwortlichen Schulen eine klare Steuerungs- und Führungsrolle.
Eckpunkte wirksamer schulinterner Fortbildung
- Fortbildungsziele leiten sich aus Schulleitbild bzw. Schulprogramm und Qualitätsansprüchen an Unterricht ab.
- Fortbildung und Qualitätsmanagement werden systematisch miteinander verknüpft.
- Langfristige Fortbildungskonzeption statt kurzfristiger „Rezeptlösungen“.
- Verzahnung von Theorie und Praxis ist verbindliches Prinzip.
Organisation: Projektgruppe und Rollenklärung
- Eine Projektgruppe „Förderungsmaßnahmen“ entwickelt die Förderungskonzeption und legt sie der Lehrerkonferenz vor.
- Leitung möglichst durch Schulleitung bzw. Stellvertretung, da sie Verantwortung für die Umsetzung trägt.
- In größeren Schulen: zusätzliche Funktion „Leiter/in Fortbildung“ in der erweiterten Schulleitung möglich.
- Verwaltungs- und Hauspersonal werden bei relevanten Schulentwicklungsprojekten einbezogen.
Fortbildungsbedarf und Themenfindung
- Aufwendige Bedarfsanalysen bringen oft wenig, da Lehrkräfte ihren Entwicklungsbedarf schwer benennen.
- Schwerpunkt: Themen aus Vision/Schulleitbild und laufenden Schulentwicklungsprozessen ableiten.
- Nutzung vorhandener Dokumente: Schulinspektion, Qualitätsberichte, Unterrichts- und Lehrerbeurteilungen, Projektberichte.
- Zunächst nur übergeordnete Themenbereiche festlegen, Inhalte erst bei der konkreten Maßnahme planen.
Grundsätze und Rahmenbedingungen der Förderung
- Förderungskonzeption besteht aus Grundsätzen (Ziele, Rahmen) und konkretem Konzept (Maßnahmenplanung).
- Verhältnis freiwillig/obligatorisch klären (z. B. Schulentwicklung immer verpflichtend, individuelle Fachfortbildung eher freiwillig).
- Balance von interner und externer Fortbildung sichern; externe Angebote wirken besonders bei längerer Dauer und Praxisreflexion.
- Interne Fortbildung vielfältig gestalten (Input, Teamarbeit, Unterrichtsreflexion).
- Klare Regeln zur Anrechnung von Fortbildungszeit und zur Kostenübernahme schaffen.
Fazit – konkreter Nutzen für Schulleitungen
- Sie richten Fortbildung konsequent am Schulleitbild und den Schulentwicklungszielen aus.
- Eine Projektgruppe entlastet die Schulleitung und sichert Beteiligung des Kollegiums.
- Durch klare Grundsätze zu Pflicht, Zeit und Kosten schaffen Sie Transparenz und Verbindlichkeit.
- So entsteht eine langfristige, systematische Fortbildungskultur, die Unterrichtsqualität und Schulentwicklung nachhaltig stärkt.
Förderung von Lehrkräften strategisch planen – Grundlagen, Ziele und erste Schritte
Die Bedeutung von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Lehrkräfte war selten umstritten. Angesichts des schnellen gesellschaftlichen Wandels und des Leitbilds des „lebenslangen Lernens“ gewinnt berufliche Weiterbildung jedoch zunehmend an Relevanz. Zudem wird immer deutlicher: Schulentwicklung ist ohne gezielte Förderung des Kollegiums nicht realisierbar – zumindest dann nicht, wenn sie echte Innovationen hervorbringen soll.
Für Schulleitungen eigenverantwortlicher Schulen entsteht mit der Planung von gezielter Förderung des Kollegiums eine zusätzliche Führungsaufgabe. Neben der Empfehlung externer Angebote (Landesinstitute, Hochschulen, Verbände) müssen sie interne Fördermaßnahmen strategisch planen und deren Umsetzung begleiten.
Entwicklung eines Förderkonzepts
Da das Kollegium an der Entwicklung der Förderungskonzeption wesentlich beteiligt sein sollte, empfiehlt sich die Einrichtung einer Projektgruppe „Förderungsmaßnahmen“. Diese erarbeitet den Entwurf des Konzepts, das anschließend der Lehrerkonferenz zur Genehmigung vorgelegt wird.
| Tipp |
| Die Leitung übernimmt idealerweise die Schulleitung oder ihre Stellvertretung – auch weil sie später für die Umsetzung verantwortlich ist. |
In größeren Schulen kann zusätzlich eine Lehrkraft als „Leiter/in Fortbildung“ in die erweiterte Schulleitung aufgenommen werden. Weniger sinnvoll ist es dagegen, dieselbe Person sowohl mit der Konzeptentwicklung als auch mit der Umsetzung zu betrauen, da die praktische Durchführung andere Kompetenzen und direkten Zugang zu Verwaltungsstrukturen (z. B. Schulsekretariat) erfordert.
Wo Projekte Auswirkungen auf die Verwaltungsarbeit haben, sollten Verwaltungs- und Hauspersonal in die Projektgruppen eingebunden und ebenfalls gefördert werden.
Erster Schritt: Themen für Förderung ermitteln
Häufig wird eine umfassende Bedarfsanalyse empfohlen – etwa Befragungen aller Lehrkräfte, des Verwaltungspersonals, der Schulbehörde und der Eltern. Praktische Erfahrungen zeigen jedoch, dass dieser Aufwand selten lohnt: Viele Lehrkräfte können ihren Entwicklungsbedarf nicht klar benennen.
Nutzen Sie Ihr Schulisches Leitbild!
Zweckmäßiger ist es daher, Förder- oder Fortbildungsthemen aus der Vision bzw. dem Schulleitbild abzuleiten. Voraussetzung dafür sind:
Zweiter Schritt: Grundsätze für das Förderkonzept festlegen
Besonders zu berücksichtigende Aspekte
Fazit
Jetzt alle Vorteile mit einem Abo nutzen!
Mit einem Abo haben Sie dauerhaft Zugriff auf viele hilfreiche Artikel, Themenpakete und Materialien, die Ihren Schulalltag erleichtern. Profitieren Sie von praktischen Funktionen wie der KI-Unterstützung und lassen Sie sich Inhalte zusammenfassen.
Jetzt registrierenSie haben bereits ein Konto? Hier anmelden
Material
Fortbildungen und Webinare
Keine Fortbildungen & Webinare zugeordnet.





