Schule braucht Autorität, aber keine Einschüchterung. Der Artikel erläutert, wie Autorität im demokratischen Bildungsprozess entsteht und weshalb sie nur durch professionelles und respektvolles Handeln legitim bleibt.

 

Zum Begriff der Autorität

Autorität kann als rechtlich und sozial anerkannte Einfluss- und Führungsposition verstanden werden. Sie ermöglicht Orientierung, Grenzziehung und verantwortliche Leitung. Im schulischen Bereich entsteht Autorität aus dem Zusammenwirken von rechtlicher Stellung, professioneller Kompetenz und persönlicher Integrität.

Träger von Autorität können einzelne Personen, aber auch Institutionen sein. Für demokratische Verhältnisse ist entscheidend, dass Autorität an Recht, Verantwortung und Anerkennung gebunden bleibt.

Soziale Funktion: Weitergabe von Normen und Werten

Autorität erfüllt in menschlichen Gemeinschaften eine wichtige soziale Funktion. Sie kann Orientierung geben, Zusammenleben ordnen und Lern- und Entwicklungsprozesse unterstützen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie nicht nur formal besteht, sondern auch inhaltlich gerechtfertigt und menschlich verantwortbar ausgeübt wird.

Pädagoginnen und Pädagogen tragen dazu bei, dass Kinder und Jugendliche mit den Werten, Regeln und Rechtsgrundlagen des demokratischen Gemeinwesens vertraut werden. Dies geschieht im Rahmen von Unterricht, Erziehung und schulischer Bildung sowie auf der Grundlage von Schulgesetzen, Bildungs- und Lehrplänen.

Dabei geht es nicht um bloße Anpassung an staatliche Vorgaben, sondern um die Befähigung zu verantwortlichem, urteilsfähigem und sozialem Handeln.

Bildungs- und Erziehungsprozess

Auch im Bildungs- und Erziehungsprozess ist Autorität notwendig. Kinder und Jugendliche benötigen Orientierung, Unterstützung, Rückmeldung und Grenzen. Daraus folgt jedoch keine schrankenlose Überordnung der Lehrkraft, sondern eine professionelle Verantwortung, Lernprozesse anzuleiten und die Entwicklung zur Selbstständigkeit zu fördern.

Autorität bei Lehrkräften

    Missbrauch von Autorität an Schulen