Zusammenfassung
New Leadership für Schulleitungen – Schule wirksam durch den Wandel führen
Zur Ausgangslage
- Schule agiert in einer „Omni-Krise“ mit gleichzeitigen, teils widersprüchlichen Anforderungen (z. B. Stabilität sichern und Innovation ermöglichen).
- Der Text beschreibt den Übergang aus „alten“ Führungslogiken in eine „Durcheinander-Welt“, in der Ambivalenzen aktiv moderiert werden müssen.
- Klassisches Führungshandeln entfaltet weniger Wirkung; es braucht neue Denkmodelle, um arbeitsfähig und mental gesund zu bleiben.
Führung neu verstehen
- Zukunftsorientierte Führung wird als Funktion verstanden, die verteilt wahrgenommen werden kann – weniger als Aufgabe einer Einzelperson.
- Beteiligung und Mitbestimmung erhöhen Anforderungen an alle Beteiligten – aktive Mitwirkung ist anspruchsvoller als bloßes Ausführen.
Ganzheitlicher Blick auf die Organisation Schule
- Schulleitung bewegt sich zwischen Administration und Innovation in einem dynamisch-komplexen Gefüge.
- Drei Aufgabenfelder: Administration (Management), Menschen gewinnen (Leadership), Fokus/Richtung aufzeigen (Leadership & Innovation).
- Drei Entwicklungsdimensionen: Transformationskompetenz, Lernkulturkompetenz, Resilienzkompetenz (psychologische Sicherheit/Belastungssteuerung).
Zielbild: Mündigkeit und Zukunftskompetenzen
- Schule soll Wirkungen neu definieren: Mündigkeit, Lernfähigkeit und Resilienz als zentrale Kompetenzen in der „Durcheinander-Welt“.
- „Mündigkeit“ wird als reflektierte Entscheidung, Verantwortung und demokratische Mitgestaltung verstanden (Autonomie + soziale Verantwortung).
- Schule wird zum Erfahrungsraum für Verantwortung, Perspektivwechsel und konstruktive Konfliktbearbeitung – nicht nur Stoffvermittlung.
Trends und Handlungsoptionen
- Digitalisierung: Nutzung digitaler Medien/KI für neue Lehr-Lernkultur; digitale Schulentwicklung als Kulturentwicklungsprozess.
- Vernetzung/PLN: Professional Learning Networks mit geteilter Verantwortung, gemeinsamer Vision, Feedbackkultur und vertrauensvoller Kooperation.
- Rollenwandel Lehrkraft: Schrittweise Entwicklung hin zu Lernberatung/Lerncoaching und offeneren Lernumgebungen (z. B. Projektteams).
- Gesundheit/Resilienz: „Gute Schule“ als „gesunde Schule“; Organisationsstrukturen müssen Belastungen aktiv adressieren.
- Demokratisierung: Schule als Ort gelebter Demokratie/Gerechtigkeit, stärkere Beteiligung von Schüler:innen und mehr Gestaltungsfreiheit.
Fazit
New Leadership wird im Artikel als Antwort auf eine komplexe, widersprüchliche Gegenwart beschrieben: Führung wird verteilter, stärker kultur- und gesundheitsorientiert und braucht klare Entwicklungsdimensionen. Ziel ist eine Schule, die Mündigkeit, Lernfähigkeit, Resilienz und demokratische Teilhabe systematisch ermöglicht – getragen durch Vernetzung, geteilte Verantwortung und eine zukunftsfähige Lernkultur.
New Leadership für Schulleitungen – Schule wirksam durch den Wandel führen
| Ein Beitrag von Schulentwicklungsbegleiter und Fachbeiratsmitglied Dr. Heinz Hinz |
![]() © Privat Dr. Heinz Hinz ist Leiter des IF Institut for Future Design (Überlingen) und wissenschaftlicher Studienleiter an der ISBA bei Kolping/Stuttgart. Als erfahrener Schulleiter und Dozent begleitet er seit Jahren Schulen und Kommunen in zukunftsorientierten Schulentwicklungs- und Startchancenprozessen. Das zentrale Anliegen seines folgenden Artikels ist es, den Übergang vom traditionellen, klassischen Führungshandeln in der Schulleitung hin zu einem New Leadership, einem Führungshandeln der Zukunft, aufzuzeigen. Der folgende Artikel ist eine gekürzte und überarbeitete Version des Beitrags New Leadership – Schulleitung der Zukunft, erschienen in: → Kompass für den Schulwandel – Schule sicher in die Zukunft führen. RAABE 2024. S. 125–142. |
Zur Ausgangslage: Wir leben in einer „Durcheinander-Welt“
Schule der Zukunft gestalten
Trends und Handlungsoptionen in der auftauchenden Zukunft
Fazit
Material
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