Digitale Gewalt im Schulalltag

Cybermobbing ist keine Randerscheinung, sondern ein ernstzunehmender Teil der Schulkultur. Studien wie die JIM-Studie (Jugend, Information, Medien) der Landesanstalt für Kommunikation in Baden-Württemberg zeigen regelmäßig, dass ein signifikanter Teil der Jugendlichen Erfahrungen mit digitaler Gewalt macht. Als Schulleitung kommt Ihnen dabei eine doppelte Verantwortung zu: Sie müssen einerseits Betroffene schützen und andererseits strukturelle Voraussetzungen schaffen, um Cybermobbing zu verhindern.

Tipp
Zur JIM-Studie 2024 geht es hier: https://mpfs.de/studie/jim-studie-2024/

 

Was ist Cybermobbing – und wie unterscheidet es sich vom klassischen Mobbing?

Cybermobbing umfasst das absichtliche Beleidigen, Bloßstellen, Bedrohen oder Ausgrenzen einer Person über digitale Kanäle. Anders als beim klassischen Mobbing:

  • wirken Posts, Bilder und Gerüchte dauerhaft,
  • sind die Täterinnen und Täter oft anonym,
  • verlagert sich die Tätigkeit in außerschulische Räume,
  • wird die Dynamik durch Gruppeneffekte und Reichweite verstärkt.
Beispiel
Ein Beispiel aus der Praxis: Ein heimlich aufgenommenes Video vom Sturz eines Schülers wird mit hämischen Kommentaren auf TikTok geteilt. Innerhalb weniger Stunden erreicht es die ganze Schule.

 

Formen und Kanäle: Wo und wie Cybermobbing passiert

  • Messenger-Dienste wie WhatsApp, Telegram
  • Soziale Netzwerke: Instagram, TikTok, Snapchat
  • Online-Games mit Chatfunktion
  • Klassenchats und private Gruppen
  • Anonyme Plattformen

Tipps zur Prävention von Cybermobbing

      Intervention: Was tun im Ernstfall?

                Fazit: Kulturwandel gestalten