Zusammenfassung
Cybermobbing in der Schule – Strategien für Prävention und Intervention
Was ist Cybermobbing?
- Absichtliches Beleidigen, Bloßstellen, Bedrohen oder Ausgrenzen über digitale Kanäle
- Unterschiede zu klassischem Mobbing: Anonymität, Reichweite, Dauerhaftigkeit, außerschulische Räume
- Beispiel: Spottvideo in sozialen Netzwerken verbreitet sich in Stunden schulweit
Formen & Kanäle
- Messenger (WhatsApp, Telegram) und Klassenchats
- Soziale Netzwerke (Instagram, TikTok, Snapchat)
- Online-Games/Chats und anonyme Plattformen
Psychische Folgen & Schulklima
- Risiken: Angst, Depression, Leistungsabfall, sozialer Rückzug
- Auch Mitlesende betroffen (Unsicherheits- und Anpassungsdruck)
- Schulklima, Sicherheitsempfinden und Vertrauenskultur leiden
Prävention im System Schule
- Leitbild „respektvolles digitales Miteinander“ im Schulprogramm verankern
- Medienbildung ab Klasse 5, Empathie-/Peer-Projekte, externe Workshops
- Vertrauensstrukturen (Klassenrat, Schulsozialarbeit) und Fortbildungen fürs Kollegium
Intervention im Ernstfall
- Sofortschutz: vertrauliches Gespräch, Ruhe/Schutzraum
- Beweise sichern (Screenshots/Chats), Krisenteam einberufen
- Zuständigkeiten & Schritte im Krisenprotokoll festhalten, Nachsorge organisieren
Rechtliche Grundlagen für die Schulpraxis
- Mögliche Delikte: §§ 185, 186, 187, 201a StGB; Recht am Bild: §§ 22/33 KUG
- Schulrecht: Aufsichtspflicht, Ordnungsmaßnahmen, Informationspflichten
- Bei gravierenden Fällen frühzeitige Einbindung der Schulaufsicht
Cybermobbing in der Schule – Strategien für Prävention und Intervention
Digitale Gewalt im Schulalltag
Cybermobbing ist keine Randerscheinung, sondern ein ernstzunehmender Teil der Schulkultur. Studien wie die JIM-Studie (Jugend, Information, Medien) der Landesanstalt für Kommunikation in Baden-Württemberg zeigen regelmäßig, dass ein signifikanter Teil der Jugendlichen Erfahrungen mit digitaler Gewalt macht. Als Schulleitung kommt Ihnen dabei eine doppelte Verantwortung zu: Sie müssen einerseits Betroffene schützen und andererseits strukturelle Voraussetzungen schaffen, um Cybermobbing zu verhindern.
| Tipp |
| Zur JIM-Studie 2024 geht es hier: https://mpfs.de/studie/jim-studie-2024/ |
Was ist Cybermobbing – und wie unterscheidet es sich vom klassischen Mobbing?
Cybermobbing umfasst das absichtliche Beleidigen, Bloßstellen, Bedrohen oder Ausgrenzen einer Person über digitale Kanäle. Anders als beim klassischen Mobbing:
- wirken Posts, Bilder und Gerüchte dauerhaft,
- sind die Täterinnen und Täter oft anonym,
- verlagert sich die Tätigkeit in außerschulische Räume,
- wird die Dynamik durch Gruppeneffekte und Reichweite verstärkt.
| Beispiel |
| Ein Beispiel aus der Praxis: Ein heimlich aufgenommenes Video vom Sturz eines Schülers wird mit hämischen Kommentaren auf TikTok geteilt. Innerhalb weniger Stunden erreicht es die ganze Schule. |
Formen und Kanäle: Wo und wie Cybermobbing passiert
- Messenger-Dienste wie WhatsApp, Telegram
- Soziale Netzwerke: Instagram, TikTok, Snapchat
- Online-Games mit Chatfunktion
- Klassenchats und private Gruppen
- Anonyme Plattformen
Tipps zur Prävention von Cybermobbing
Intervention: Was tun im Ernstfall?
Fazit: Kulturwandel gestalten
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