Der Quereinstieg in den Lehrerberuf kann eine Herausforderung sein – doch an der Ernst-Reuter-Schule in Berlin wird er erfolgreich gestaltet. Mit strukturierten Programmen, wertschätzendem Umgang und gezielter Unterstützung für Quereinsteiger zeigt die Schule, wie der Einstieg in den Lehrberuf reibungslos gelingen kann. Erfahren Sie mehr über die vier Schlüsselfaktoren, die diesen Erfolg ermöglichen.

 

Systematisch begleiten: Die vier Säulen der Berufseinstiegskoordination

Die Perspektive der Schulleitung unterscheidet sich von der der Quereinsteigenden: Ihr Ziel ist es, Unterricht qualitativ gut abzusichern. An der Ernst-Reuter-Schule wurde deshalb eine Koordinierungsstelle geschaffen, die den Berufseinstieg organisiert und unterstützt.

Dabei stehen vier Schwerpunkte im Mittelpunkt:

1. Kultur der Wertschätzung

Alle Berufseinsteigerinnen und -einsteiger werden persönlich begrüßt und mit wichtigen Ansprechpersonen vernetzt. Ziel ist eine Atmosphäre gegenseitiger Anerkennung – unabhängig vom Berufsweg. Die Schule spricht bewusst nicht von „Willkommenskultur“, sondern von einer selbstverständlich gelebten Wertschätzung für alle Mitarbeitenden.

2. Ermöglichung von Austausch

Ein monatlicher Stammtisch bietet Gelegenheit zum kollegialen Austausch. Dieses niederschwellige Format baut Ängste ab, stärkt den Zusammenhalt und fördert die gemeinsame didaktische Entwicklung. Ehemalige Quereinsteigende und Referendarinnen arbeiten heute selbstverständlich fachübergreifend zusammen.

3. Fachlich-didaktische Unterstützung

Quereinsteigende benötigen oft Hilfe bei didaktischen Grundlagen. Neben einem sorgfältig organisierten Mentoringprogramm, das gezielt Zeitfenster für Gespräche schafft, steht ein Koordinationsraum für Unterrichtsreflexion, Feedback und Materialaustausch zur Verfügung. Eine Schul-Cloud sammelt erprobte Materialien und Beispiele aus allen Fachbereichen.

Praxisbeispiel: Vom Kunststudium zur Klassenleitung

    Von der Ausnahme zur Regel: Der Quereinstieg als normaler Berufseinstieg

      Fazit: Professionelle Strukturen führen zu professionellen Lehrkräften