Wir leben in einer Zeit des kontinuierlichen Wandels: Digitale Lernplattformen, flexible Lernzeiten, offene Lernräume und generative KI verändern Schule. Lernen kann stärker individualisiert, zeitlich flexibler und teilweise unabhängig von einem festen Klassenraum organisiert werden. Die Schülerinnen und Schüler lernen mit Apps, produzieren selbst Erklärvideos und geben sich gegenseitig (digitales) Feedback. Lehrkräfte drehen den Klassenraum als Flipped Classroom um, indem die Kinder und Jugendlichen außerhalb der schulischen vier Wände lernen und sich über das Gelernte im Klassenraum austauschen.

Damit gerät eine Organisationsform in den Blick, die lange selbstverständlich erschien: die Schulklasse. Welche sozialen und pädagogischen Funktionen erfüllt ein Klassenverband – und wie kann diese Funktionen in flexibleren Lernorganisationen gesichert werden?

Klar ist: Individualisiertes und digital unterstütztes Lernen macht verlässliche Beziehungen nicht überflüssig. Im Gegenteil: Je flexibler Lernwege, Räume und Zeiten werden, desto wichtiger wird eine tragfähige soziale Struktur, in der Schülerinnen und Schüler Zugehörigkeit, Orientierung und Unterstützung erfahren.

 

Digitale Transformation ist mehr als technische Ausstattung

    Veränderung braucht Beteiligung und Erprobung

    Wird die Schulklasse überflüssig?

          Chancengerechtigkeit braucht mehr als digitale Geräte

            Die soziale Architektur der Schule mitentwickeln

              Fazit: Flexibilität braucht Verlässlichkeit