Cybermobbing ist für Schulen kein neues Thema. Schon mit SMS, später mit WhatsApp-Gruppen, Instagram, TikTok und anderen sozialen Plattformen wurde digitale Gewalt zu einer dauerhaften Herausforderung für Schulen (Smith et al., 2008). Neu ist jedoch die Qualität der Angriffe: Mit generativer KI lassen sich Bilder, Videos, Stimmen und Chatverläufe so manipulieren, dass sie auf den ersten Blick echt wirken. Während früher meist reale Inhalte wie peinliche Fotos, Kommentare oder private Nachrichten weitergeleitet wurden, können heute vollständig künstliche Inhalte entstehen, die dennoch glaubwürdig erscheinen (Chesney & Citron, 2019).

Für Betroffene entsteht dadurch eine besonders belastende Situation: Sie müssen sich gegen etwas verteidigen, das nie passiert ist – und das dennoch wie ein Beweis aussieht. Studien zu Cybermobbing zeigen seit Langem, dass digitale Angriffe durch Reichweite, Dauerhaftigkeit und fehlende Rückzugsmöglichkeiten besonders belastend sein können (Kowalski et al., 2014; Tokunaga, 2010). KI-basierte Formen verschärfen diese Dynamik, weil sie nicht nur verletzende Inhalte verbreiten, sondern die digitale Identität einer Person manipulieren.

Für Schulleitungen bedeutet das: Prävention und Intervention bei Cybermobbing müssen erweitert werden. Es reicht nicht mehr, nur über beleidigende Kommentare, unerlaubte Fotos oder verletzende Chatnachrichten zu sprechen. Schulen brauchen klare Abläufe für Fälle, in denen digitale Inhalte manipuliert, künstlich erzeugt oder bewusst als vermeintliche Beweise eingesetzt werden.

 

Warum KI Cybermobbing verändert

Typische Formen von KI-basiertem Cybermobbing

Fallbeispiele aus der Schulpraxis

Psychologische Auswirkungen: Warum KI-Fälschungen besonders belasten

    Prävention: Was Schulen jetzt verankern sollten

              Intervention: Ablaufplan für Schulleitungen

                Fazit