Psychische Belastungen von Schülerinnen und Schülern lassen sich nicht vollständig verhindern. Doch Schulen können entscheidend dazu beitragen, wie gut junge Menschen mit Krisen umgehen. Resilienz – die Fähigkeit, schwierige Situationen zu bewältigen – ist dabei ein zentraler Schutzfaktor. Schulleitungen spielen eine Schlüsselrolle, weil sie Strukturen schaffen können, die Resilienz im Unterricht und in der gesamten Schulkultur nachhaltig verankern.

 

Resilienz beginnt auf Schulebene

Resilienzförderung ist mehr als ein einzelnes Programm – es ist ein Gesamtkonzept.

Bausteine für Schulleitungen:

  • Wertschätzendes Lernklima: Schülerinnen und Schüler sollen sich sicher, gesehen und ernst genommen fühlen.
  • Partizipation ermöglichen: Beteiligung an Entscheidungen (z. B. Klassendienste, Schülerparlament, Projekttage).
  • Verlässliche Strukturen: Ein klarer Tages- und Wochenrhythmus gibt Orientierung und Sicherheit.
Tipp
Machen Sie Resilienzförderung zu einem festen Bestandteil des Schulprogramms. Wie Sie Ihr Kollegium mit ins Boot holen, erfahren Sie im Artikel Psychische Belastung bei Kindern erkennen – Schulleitungen befähigen ihr Kollegium.

 

Ich-Stärkung in den Unterricht integrieren

Resiliente Jugendliche wissen, dass sie Krisen bewältigen können. Diese Selbstwirksamkeit entsteht nicht von allein.

Handlungsmöglichkeiten für Schulleitungen:

  • Programme zur Problemlösekompetenz: Unterstützen Sie Ihr Kollegium, Methoden wie das „4-Schritte-Problemtraining“ in den Unterricht einzubauen.
  • Erfolge sichtbar machen: Anerkennung und Feedbacksysteme aufbauen, die auch kleine Fortschritte würdigen.
  • Rückmeldungen kultivieren: Feedbackgespräche zwischen Lehrkräften und Lernenden sollten regelmäßig stattfinden und nicht nur bei Notengebung.

      Zusammenarbeit mit Eltern und externen Partnern

        Kultur des Gelingens etablieren